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Alltagshelden, die achtundsechzigste

Jeden Dienstag aufs Neue Dinge, die mein Leben schöner machen, einfacher, genussvoller. Alltagshelden, die man sonst gerne mal übersieht. Nach einer Idee von Roboti.

Heute: Meine tolle Stiftebox in VW-Bus-Form. Wenn man viel am Schreibtisch sitzt, muss die Umgebung unbedingt schön sein. Diese Stiftebox habe ich aus unserem Kurzurlaub in Lüneburg, und irgendwie muss ich jedes Mal, wenn ich sie sehe, an Nähmarie und ihre alte Dame denken, obwohl ich die beiden (noch) nicht persönlich kenne. Schön ist diese Assoziation auf jeden Fall.

Die Box ist übrigens Werkhaus, eine Firma, von der wir schon so einiges in der Wohnung haben (beispielsweise auch ein Stehpult). Das Design ist wirklich schön und schlicht, und die ganze Idee hinter der Firma ist schön, gerade auch das Umweltbewusstsein dahinter. (Dieser Blogpost ist übrigens nicht gesponsert.)

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Street Art in Zagreb

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Überall in Zagreb finden sich Graffiti und Street Art, was mir in Zagreb das Gefühl gab, auch in der Stadt selbst durch ein Museum zu schlendern. Besonders die Bahnhofsmauer an der Branimirova ulica ist dabei absolut sehenswert. Dahinter ein Zugdepot, davor die verschiedensten Kunstwerke: Viel Grafitti, aber durchaus auch ein riesiger modellierter Mund oder eine Stadt mit vielen aufgeklebten Glitzersteinchen. Vielseitig,  bunt, wunderschön.

Eigentlich habe ich diesen tollen Ort nur per Zufall entdeckt: Nach der sechzehnstündigen Zugfahrt wollten wir eigentlich nur ins Hotel laufen, um zumindest 15 Minuten an diesem Tag die eigenen Füße zu bewegen, aber dann liefen wir vollkommen in die falsche Richtung, sodass wir dann eine Stunde durch Zagreb irrten, im Wettlauf mit einem beginnenden Gewitter. (Und wenn die Stimmung gerade richtig ist, fühlt sich so ein Moment viel mehr nach Abenteuer an als nach Anstrengung.)

Und dieser Irrweg führte an eben dieser Mauer entlang, die ich sonst niemals entdeckt hätte. Schön, wenn es mir auch beim Verlaufen noch gelingt, die Welt mit offenen Augen zu genießen. Das gelbe Licht der Straßenlaternen, der feuchte Duft des herannahenden Gewitters, die Müdigkeit in den Beinen, die unbekannte Umgebung. Wundervoll.

Am Tag danach ging ich dann wieder hin, um meine liebsten Kunstwerke zu fotografieren und hier teilen zu können. (Übrigens auch ein Abenteuer für sich, diese Bilder ganz zu fotografieren, ohne überfahren zu werden…) Und auch hier gilt wieder: Wenn ihr die Bilder genauer ansehen wollt, klickt einfach drauf.

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Wochenrückblick 19/13

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|Gelesen| “Momo” von Michael Ende – und das ist als Erwachsene ein komplett anderes Buch als mit 8 oder 15 Jahren. Heieiei.

|Gehört| Insbesondere “Here” von Edward Sharpe & The Magnetic Zeros.

|Gesehen| Eine Folge von “House of Cards”, die ersten zwei Folgen der zweiten Staffel “Damages”. Beides großartige Serien. “Argo”.  “Star Trek”. Und im Unitheater “Offene Zweierbeziehung” von Dario Fo und Franca Rame. Ein tolles Stück und eine unfassbare Schauspielleistung der beiden Darsteller, die anderthalb Stunden ohne Pause und auch ohne Szenenwechsel auf der Bühne standen.

|Getan| Viel Unterricht vorbereitet. Ein Referat gehalten. Fotos sortiert.

|Gegessen| Die besten Pommes in Oldenburg (im Fiddler’s Green). Nudelsalat mit selbstgemachtem Ricotta-Sauerampfer-Pesto. Fisch aus dem Ofen. Mango-Huhn-Suppe. Matjes mit Bratkartoffeln. Viel Eis. Den ersten Spargel des Jahres mit Ricotta-Weißwein-Sauce und Pasta. Rhabarberkompott. – Der Frühling ist auch in meinem Kühlschrank angekommen!

|Getrunken| Wasser, frischen Minztee, Cider, Whisky, verschiedenste Säfte.

|Genossen| Einen Tag am Meer. Gutes Straßentheater. Zwischendurch-Stunden mit Freunden.

|Gekauft| Einen riesigen Bund Minze. Henna. Einen Klangstab für die Schule. Ballerinas.

|Gewünscht| Jeden Tag ein wenig “Eigenzeit”, und mir öfter zuzugestehen, zum Sport zu gehen.

 

Lieblingslinks der Woche:

Auch, wenn ich Rauchen richtig blöde finde (ja, ich bin so eine richtig intolerante Nichtraucherin, besonders, wenn ich Jugendliche dabei sehe und/oder den Rauch abbekomme), finde ich dieses Foto von Tippi Hedren und dem zündelnden Raben toll.

Rhabarbereis mit Baiserstückchen, ohne Eismaschine. Der Freund fängt an zu sabbern, wenn ich auch nur daran denke.

Eine riesige Gummiente! Die wird bestimmt genutzt, um sich gegen Godzilla zu verteidigen.

Pferdemathematik. Da baue ich mal nen Unterrichtsbesuch draus und sahne so richtig ab.

Der Kuchen für die LMAA-Tage im Leben.

Museum of Broken Relationships

In Zagreb habe ich so viele Dinge erlebt, die ich als zutiefst poetisch empfand. Einen Mann, der allabendlich vor der Dämmerung durch die Altstadt läuft, um dort die Gaslaternen anzuzünden. Eine Kanadierin, die im strömenden Regen unter ihrem gelben Regenschirm stand und las, bis sie merkte, dass ich vollkommen nass wurde, und mir Asyl gewährte; dort unterhielten wir uns dann über die Besonderheiten verschiedener Sprachen. Ein Verkehrspolizist ganz in weiß, der eher wirkte wie jemand, der eine Polizeikelle gefunden hatte, als wie ein echter Polizist – vielleicht hatte sich auch nur jemand verkleidet, um einmal den Verkehr zu regeln?

Schlüssel

Was ich aber am poetischsten fand, ist das Museum der zerbrochenen Beziehungen, das es dort seit 2010 gibt. Dort können Menschen die Relikte ihrer zerbrochenen Lieben mitsamt der dazugehörigen Geschichte abgeben, wenn sie die Erinnerungen selbst nicht mehr behalten wollen, können, ertragen. Anstatt aber solche Dinge einfach wegzuwerfen, können sie dort Teil von vielen Liebesgeschichten werden und so etwas wunderschönes schaffen. Für viele Menschen ist es sicherlich eine Art Katharsis.

Hände

Die Geschichten, die man dort findet, sind vollkommen verschieden. Scheidungen, Tode, leidenschaftliche Affären, Hasslieben, Enttäuschungen, liebevolle Erinnerungen, erste Küsse. Mal poetisch, oft bitter, manchmal mit einer Prise Humor.

Durch das Museum zu gehen ist spannend, und es ist oft fast körperlich schmerzhaft. Weil eben nur in diesem Museum landet, was eine wirklich starke Erinnerung hat (sonst würden die Leute es weder aufbewahren noch der Mühe für wert erachten, es zu spenden), und die Geschichten spiegeln es wider, ob sie nun lang sind oder nur aus wenigen Sätzen bestehen.

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Solltet ihr mal in Zagreb sein, geht hin. Es ist wunderschön, und irgendwie begegnet man in diesen fremden Erinnerungsstücken auch den eigenen vergangenen Lieben in all ihren Facetten.

Nun aber einige weitere meiner liebsten Stücke aus dem Museum, mit den dazugehörigen Geschichten. Sollte die Schrift zu klein sein, klickt einfach darauf, dann könnt ihr die Bilder vergrößern.

Axt und Kotztüte

Danica

Spiegelbrief

Bügeleisen

7 Sachen, die sechsundsechzigste

Immer wieder mal sonntags: 7 Sachen, die ich mit meinen zwei Händen gemacht habe, egal, ob das 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert hat. Die Idee dazu stammt von Frau Liebe.

Mit dem Auto ans Meer gedüst. Auch wenn ich schon ein etwas schlechtes Gewissen habe, weil ich ziemlich viel Auto fahre (allein durch die Pendelei), ist es doch ziemlich klasse, mit Freunden einfach ans Meer zu können, ohne von absurden Bahnverbindungen abhängig zu sein. (Das Foto hat natürlich der Freund gemacht, nicht ich am Lenker.)

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Erstmal lecker zu Mittag gegessen: Matjes mit Bratkartoffeln und beängstigenden Mengen Remoulade. Zwischendurch beim Freund vom Labskaus stibitzt.

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Das Licht, das durch diese Weide schien, genossen.

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Den Möwen dabei zugesehen, wie sie einfach frei sind. (Dass das eine Romantisierung ist, weiß ich, ignoriere es aber.)

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Mich mit einem kleinen Deichlamm angefreundet, und noch mit mehreren Schafen.

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Ein paar kleinen Flugzeugen beim Starten zugesehen.

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Mich an der Kirschblüte erfreut.

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Rezept: Die besten Ofenpommes überhaupt

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Auf Wunsch von Mathilda doch noch eine deutsche Übersetzung (und vor allem meine Adaption) des Rezepts für die besten Ofenpommes überhaupt, die ich bei A Beautiful Mess gefunden habe und seitdem mehrfach gemacht habe. (Aber nur einmal fotografiert, deswegen gibt’s eben dasselbe Foto zweimal.)

Ihr braucht pro Person:
2 große Kartoffeln, festkochend
etwas Öl (Olivenöl, Sonnenblumenöl – geht beides)
eine ordentliche Prise Salz
2 Esslöffel braunen Zucker
Gewürze nach Wunsch (ich habe noch Delikata genommen, und auf den Pfeffer verzichtet, der im Ofen eh nur verbrennt)

Kartoffeln schälen und in gleichmäßige Stifte schneiden. (Das “gleichmäßig” ist wichtig, damit nicht die Hälfte der Pommes schon verbrannt ist, wenn die andere Hälfte noch roh ist.) In einen Topf mit warmem Wasser geben und dort 20 Minuten stehen lassen.

Währenddessen den Ofen auf 250° vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Kartoffeln abgießen und mit Küchenpapier relativ gründlich trockentupfen. Zurück in den (abgetrockneten) Topf geben und dort mit etwas Öl und Salz mischen. Kartoffeln auf das Backblech geben. Alufolie drüberlegen. In den Ofen damit.

Nach 10 Minuten könnt ihr die Alufolie abnehmen, nach 10 weiteren Minuten sollten die Kartoffeln mal gewendet werden. 10 weitere Minuten backen lassen, und dann die Kartoffeln zusammenschieben und den Zucker drüberstreuen (und eventuell auch Gewürze). Nochmal 10 Minuten backen lassen (insgesamt als ca. 40 Minuten) und sofort heiß servieren.

Dazu passt je nach Appetit auf Fast Food prima Grilled Cheese und/oder ein bunter Salat. Und ich dippe sie am liebsten in Sweet Chili Sauce und Dijon Mayonnaise, aber das ist dann ja wirklich Geschmackssache.

Mit Süßkartoffeln funktioniert das Rezept übrigens nicht, die werden nicht knusprig.

 

Wochenrückblick 18/13

13-05-11

|Gelesen| “Further Tales of the City” von Armistead Maupin.

|Gehört| Wenig Musik, aber wenn, dann mit Begeisterung das Album von Axel Prahl.

|Gesehen| Die Ausstellung im “Museum of Broken Relationships”. Tolle Straßenkunst. Wunderschöne Landschaften im Zug. Zagreb.

|Getan| Nach Zagreb gereist, und dort an Schulen hospitiert und in zwei Ministerien etwas über das Land gehört. Tolle Reise. Außerdem viel durch Zagreb gelaufen, richtig viel fotografiert, auf einem tollen Flohmarkt gewesen, Rommé gespielt, insgesamt 31 Stunden Zug gefahren und es genossen.

|Gegessen| Hand Rolls – nach viereinhalb Jahren mal wieder, nachdem ich mich in Australien mehr oder weniger davon ernährt hatte. Ziemlich leckeres kroatisches Schulessen. Viel Wurst und Fleisch. Erdbeer Combino – wieso gibt es das bitte nicht in Deutschland? Noch mehr Eis. Pasta Mista mit Tomatensauce. Ein Wrap, der mehr gesund als lecker schmeckte. Cevapcici, auch wenn sowas nur ‘Touristen essen. Salat, wo auch immer ich die Gelegenheit hatte.

|Getrunken| Wasser, Schweppes Tangerine, Cola, zu süßer Cider, Slibowitz, Sex on the Beach, merkwürdige Limonade.

|Genossen| Das Entdecken einer neuen Stadt. Die lange Zugfahrt – gerade, da ich keine Arbeit mitgenommen hatte, waren die beiden Zugfahrten einfach ein wenig aus der Realität herausgehoben, mit den eigenen Gedanken und den Menschen, die man auf so einer Reise nochmal anders kennen lernt als im Alltag. Und auch die Begegnungen mit fremden Menschen waren toll: Die Kanadierin, die mir in einem Regenschauer Asyl unter ihrem Regenschirm gewährte und mit der ich mich über die Besonderheiten der englischen, deutschen und kroatischen Sprache unterhielt, ist nur ein Beispiel dafür.

|Gekauft| Eine Lomo Smena 8M, viele heruntergesetzte Bücher (davon drei von Armistead Maupin), Ajvar, einige abgelaufene Filme für die Lomos.

|Gewünscht| Mehr solcher Reisen. Oder auch: Mehr von dem Gefühl von Freiheit auf solchen Reisen.

Grüße aus Zagreb

Erst ein Tag Zagreb, und schon ist der Kopf so voll mit Eindrücken, Ideen, Erlebnissen… Reisen tut der Seele gut, finde ich, weil man sich in komplett anderen Situationen als im Alltag befindet, weil man sich neu erleben kann. Gerne auch mit Menschen, die man vorher nicht (oder nicht so gut) kannte. Herauskatapultiert werden aus der eigenen Comfort Zone, im positivsten Sinne.

Ein Blick über die Dächer von Zagreb. Könnte ich in jeder Stadt zigfach fotografieren, und tue ich auch.

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Ein Grafitto, das es in dieser Form an einigen Stellen in Zagreb gibt. Und wenn man so durch Zagreb läuft, kann man sich diese Frage durchaus stellen – gerade, wenn man bedenkt, dass die Preise an vielen Stellen zwar günstiger sind als in Deutschland, aber eben nicht viel günstiger. Die Löhne jedoch sind im Schnitt deutlich niedriger – was sagt das über den Lebensstandard aus? Dieses Graffito an vielen Stellen zu sehen löst jedenfalls eine gewisse Beklemmung aus, und auch eine große Dankbarkeit dafür, in vielem wirklich auf der Sonnenseite gelandet zu sein. Es ist ein großes Glück. Wie lange ich unter deutlich schwierigeren Bedingungen klar käme? Ich weiß es nicht.

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Mein Lieblingsteil des Tages: Die Zeit auf dem Hrelić Flohmarkt. Während wir in den nächsten Tagen viel Programm haben werden, war heute frei, und die Zeit habe ich eben zum Teil genutzt, um auf den größten Flohmarkt Zagrebs zu gehen. Alles verbunden mit einem Irrlauf um den Bahnhof herum, großen Sprachbarrieren – und kurz, bevor ich die Suche nach dem richtigen Bus aufgeben wollte, fand ich eben doch noch vier italienische Damen, die da auch hin wollten.

Der Flohmarkt jedenfalls ist ganz wunderbar, und ganz anders als jeder Flohmarkt, auf dem ich in Deutschland jemals war. Chaotischer, und auch die Dinge, die verkauft werden, sind andere. Es gibt einen Bereich, in dem hunderte Autos stehen – das ist aber nicht der Parkplatz, sondern der Autoflohmarkt. Ein Bereich enthält fast nur Kleidung, und ein Bereich enthält den Rest. Das Foto zeigt einen kleinen Ausschnitt dieses Teils.

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Und der Rest, das heißt: Werkzeuge, Bücher, elektrische Geräte, Kunsthandwerk, Möbel, Pornos, Antiquitäten, Kosmetika, Batterien und sämtliches anderes, was euch nur einfällt.

Deutlich ungeordnetere Stände, als ich sie bisher kannte, aber die Hauptsache, die es für mich so besonders machte, war mein Status als Ausländerin. Ich kann genau ein Wort kroatisch, nämlich hvala (danke), und damit kommt man zwar erstaunlich weit, aber Handeln ist dennoch schwer. Also wird sich mit Händen, Füßen und Zahlen auf Papier verständigt. Eine intensive Sache.

Ich habe jedenfalls zwei Kameras (darunter eine originale Lomo) und ein paar schöne Untertassen ergattert. Tolle Schätze von einem besonderen  Ort, von dem ich vorher gelesen hatte, er sei das Aleph (die Essenz?) von Zagreb.

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Eine von vielen Mietskasernen, allerdings ziemlich im Zentrum. Solche Orte regen meine Fantasie an – hinter jedem Fenster ein anderes Menschenleben.

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Die Mauer zwischen dem Bahnhof und einer Hauptstraße. Auf bestimmt 500 Metern ist sie voll mit wunderbaren Graffiti verschiedenster Art und verschiedenster Themen. (Es folgt demnächst noch ein weiterer Beitrag mit mehr Graffiti-Fotos.)

Gestern haben wir diesen Ort eher aus Versehen entdeckt, als wir nach 16 Stunden Zugfahrt zum Hotel laufen wollten, aber zuerst in die komplett verkehrte Richtung liefen, und lange Zeit an dieser wunderbaren Mauer vorbei. Auch Irrwege haben ihr gutes, und heute habe ich all meine Lieblingsgraffiti abfotografiert.

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In Zagreb gibt es teilweise noch Gaslaternen, die jeden Abend von einem Laternenanzünder erleuchtet werden. Ich fühlte mich sofort an den “kleinen Prinzen” erinnert. Wunderschön. Diese Stadt ist in so vielem eben auch so poetisch.

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Eines der vielen schönen Gebäude, mit vielen Picasso-Postern. Hier ist gerade eine große Ausstellung mit seinen Werken.

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Während einer Stadtführung entdeckt, zwischen all den Erzählungen und Hinweisen auf Museen, Kirchen und große Geschichte: Eine Katze in einem Fenster, die bestimmt den ganzen Tag Touristen beobachtet.

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Eine tolle Stadt, dieses Zagreb. In den nächsten Tagen mehr, wenn ich noch mehr Eindrücke gesammelt habe.

 

Einfach… weil.

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Einfach, weil ich über so viele schöne Bilder stoße, während ich meine Lomos nach und nach einscanne. Weil ich die Verträumtheit mag, die viele dieser Bilder ausstrahlen, und dass sie so herrlich unperfekt sind. Weil ich gerade wieder entdecke, warum ich so gerne mit meiner La Sardina durch die Welt ziehe. Einfach die Welt aus anderen Perspektiven ansehen, und neue Sichtweisen entdecken, beispielsweise im Gras kauernd, wie ich es für dieses Bild machen musste.

 

Winterspaziergang

Jetzt, da der Mai da ist, und der Frühling wohl endlich wirklich richtig echt angekommen ist (ja, dafür braucht man drei Adverbien), ertrage ich auch endlich wieder Schneebilder. Draußen zwitschern die Vögel und die Sonne scheint, drinnen sitze ich mit einer dicken Erkältung und sortiere meine Lomos. (Jedoch macht selbst eine Erkältung mehr Spaß, wenn der Himmel draußen strahlend blau ist.) Und beim Sortieren stoße ich auf Fotos, die aus dem letzten Dezember stammen, als der Winter noch neu war und Schnee ein Grund zum Rausrennen, und als eine Freundin mit ihrem Sohn in Oldenburg zu Besuch war. Also nichts wie raus, und einen Spaziergang durch das Naturschutzgebiet machen, das in meinem Freundeskreis “Indien” heißt und das ich hier schon einmal mit Herbst-Lomos verewigt habe.

An den Bildern sieht man übrigens das, was ich an meiner Sardina am meisten liebe: Bei vernünftigen Lichtverhältnissen werden die Farben unglaublich strahlend. Ob ich die Unschärfe der Bilder mag, entscheide ich allerdings von Bild zu Bild. Ein Beispiel für die Unschärfe hier:

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Und hier auch. Es besteht auch die Möglichkeit, dass ich die Kamera nicht still genug halten kann. Wie ist das denn bei euch anderen Lomographen?

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Blauer Himmel in Kombination mit vielen Silhouetten. Hach.

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Und hier noch ein paar Lieblinge. Wenn der Winter immer so wäre, wäre ich ihm am Ende auch gar nicht so böse gewesen, dass er unbedingt noch bleiben wollte.

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