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Singende Weihnachtsigel

Bei Dude Craft gefunden und 10 Minuten lang ziemlich Spaß damit gehabt.

Ich mag singende Igel.

7 Sachen, die zwanzigste

Jeden Sonntag aufs Neue 7 Dinge, die ich an diesem Tag mit meinen beiden Händen getan habe, egal ob ich dafür 5 Minuten oder 5 Stunden gebraucht habe. Idee dazu von Frau Liebe.

Zusammen mit Nils Plätzchen gebacken. Viele Plätzchen. Viele Sorten. Und dabei beispielsweise dieses Lied hier gehört. Me lost me cookies at the disco, yeah.

Einen schnellen Nudelsalat gemacht und gegessen.

Henna angerührt. Und dann die Lust verloren, mir die Haare zu färben. Dann mache ich das eben morgen.

Der Nachbarin, die mir zwei zusätzliche Backbleche geliehen hatte, ein paar Kekse vorbeigebracht.

Ein paar Tütchen befüllt, in denen ich Kekse verschenken will.

An der Tasche für meinen Stiefvater genäht.

Kartoffel-Lauch-Suppe gegessen, die der Nils gekocht hat. Mit Tomaten- und Lachswürfeln und Weißwein.

 

Geschenkverpackungen

Hurra, ich bin ein Streberkind – ich habe jetzt alle meine Geschenke zusammen und habe sie eingepackt.

Dabei ist gerade für Weihnachten das Einpacken immer so eine Sache. Folgende Dinge beachte ich:

  • Kein Weihnachtspapier. Oder fast nie. Ich finde das einfach hässlich. (Habe dieses Jahr zum ersten Mal schönes gesehen.)
  • Es darf nicht teuer sein, denn das Geld investiere ich viel lieber in Geschenke.
  • Es darf nicht aufwändig sein, weil mehrere Geschenke zu verpacken sind.
  • Es darf nicht kitschig sein. Kein Glitzer, Washitape nur in Maßen und ohne Bommel. Also nicht so. (Normalerweise sind Negativbeispiele böse, aber Elsie hat eh so viele Fans, da stört eine kritische Stimme nicht.)

Gelöst habe ich das folgendermaßen:

Buntes Papier mit einem schwarzen Weihnachtsstern darauf.

Verschiedene Papiere, ein Farbschema, wilder Mustermix. Inspiriert hat mich das unterste Papier, das hat nämlich das Farbschema Rot – Hellblau – Dunkelblau – Weiß und verschiedenste Muster.

Ein Geschenkset, bei dem ich die beiden Seiten eines Geschenkpapiers genutzt habe und die ich dann mit einem langen Stoffstreifen zusammengebunden habe.

Zwei Geschenke, die zusammengehören. Wieder wenige Farbtöne, die sich gegenseitig in den Mustern wiederfinden. Und beide Male Sterne, sodass das gleiche Thema gewählt wurde.

Seid ihr schon fertig mit Geschenke Besorgen und Verpacken?

8 schnelle Designprojekte

Gestern bei LinaLuna gefunden: 8 Designprojekte, nach Aussage des Designers in einer Minute zu machen sind. LinaLuna meint, dass sie das nicht schaffen würde – ich auch nicht. Aber 10-Minuten-Projekte sind ja auch nett.

Also, hier mal der Film:

Was mir an diesen Projekten besonders gut gefällt, ist ihre Schlichtheit. Besonders von den Schuhkartonideen bin ich begeistert – und dabei sind sie so simpel, geradlinig, ohne dabei langweilig zu sein. Einen einfachen Zeitschriftenhalter (Projekt 3) und einen sehr schnellen Tisch (Projekt 4) fand ich besonders klasse.

Ohnehin sehne ich mich aktuell nach etwas mehr Schlichtheit. Mein aktuelles Zimmer ist mit vielen Postkarten, die überall hängen und lauter Kleinigkeiten dekoriert – das wird langsam etwas weniger, aber wenn ich die ganzen Tesa-Marken nicht sehen möchte, muss ich entweder streichen oder alles so lassen, wie es ist. Also träume ich jetzt von meiner nächsten Wohnung und etwas klareren Linien. Weniger Nippes, mehr Raum für meine Gedanken und Ideen.

Alternativer Buchpreis

Jeden Donnerstag wieder ein Gegenstand, mit dem ich schöne Erinnerungen verbinde und seine Geschichte.

Heute: Der „alternative Buchpreis“, den mein Vater mir verliehen hat, als ich 12 war.

Erstmal lesen:

Als Schülerin war ich – ich glaube, andere würden es als „Streberin“ bezeichnen. (Ich nicht.) Am ersten Schultag habe ich beschlossen, dass ich jetzt alles Wissen in mich aufsaugen will. Ich hab die Lehrerin umarmt und wollte nicht mehr nach Hause. (Was sollte ich auch das? Die interessanten Sachen würden schließlich in der Schule passieren. Die Lehrerin und ich würden einfach noch weitermachen, wenn die doofen anderen Kinder spielten, und ich würde innerhalb kürzester Zeit lesen können und die Relativitätstheorie überarbeiten. Was man halt so macht als Sechsjährige.) Und so war ich dann die ersten 6 Jahre meiner Schulkarriere Klassenbeste. Keine Kunst, wenn man so gerne lernt, wie ich das tat. Im Gymnasium gab es dann für einen gewissen Notenschnitt sogar einen Buchpreis, jedes Jahr zu den Zeugnissen.

Aber dann – Grauen, oh Grauen – kam die siebte Klasse. (Der geneigte Leser wird gebeten, sich die Musik aus „Psycho“ vorzustellen.) Und mit der siebten Klasse kamen Gleichungen. (Die Musik wird immer gruseliger.) Und ich verstand plötzlich kein Mathe mehr! (Jetzt sticht das Messer von Norman Bates durch den Vorhang und ihr kreischt alle.) Naja, ich bildete mir das zumindest ein. Ich bildete mir das immerhin erfolgreich genug ein, um eine Drei in Mathe zu bekommen. (Jetzt läuft die Putzfrau durch euer inneres Bild und wischt das ganze Kunstblut weg.) Und mit der Drei hieß es: Goodbye, Buchpreis.

Ich hab damals jede Mathearbeit mit Heulen verbracht, weil es mich so gewurmt habe, dass ich das nicht verstehe. Mein Vater musste sogar mal in die Schule kommen, weil der Lehrer dachte, ich würde für die 3en, die ich bekam, verprügelt oder in den Keller gesperrt oder was auch immer.

Aber es gibt ein gutes Ende: Mein Vater schrieb mir den „alternativen Buchpreis“. Das Coole ist ja, dass ich an diesem Zettel heute deutlich mehr Freude habe als an irgendwelchen Kinderbüchern, die ich mir damals ausgesucht habe.

Schnelle Taschen

Ich hab da aktuell so ne Phase, von der ich hoffe, dass sie nicht nur eine Phase ist. Ich bin nämlich total in meine Nähmaschine verliebt. Da unsere Liebe noch ganz frisch ist, sind dabei große Projekte noch etwas viel. Der Versuch, eine Wickelhose zu nähen, hat mich beispielsweise zwei Abende gekostet und mich mit einem Sack mit Entenbürzel und Loch im Schritt belohnt. Total super. Also lieber einfache und schnelle Projekte.

So beispielsweise die beiden Taschen, die ich am letzten Wochenende genäht habe. Beide kosten außer dem Faden eigentlich nichts, weil sie aus alten Tops gemacht werden. So haben diese Projekte gleich drei Pluspunkte, wie ich finde: ihr Preis, der Recyclingaspekt und die Tatsache, dass man danach ne Tasche mehr hat. Da ich einerseits auf Reisen viele Taschen brauche (um in meinem Rucksack Ordnung zu halten) und nach und nach komplett auf Plastiktüten verzichten will, ist das besonders prima.

Die erste Tasche ist aus einem Tanktop gemacht, und ich schätze, wenn man Übung hat, ist das mit Wahl des Fadens und allem Drum und Dran ein 5-Minuten-Projekt. Eigentlich legt man das Top nur so hin, dass die Ärmel zu Henkeln werden und näht unten eine Naht. Feddich. Hier ein Tutorial.

Das andere Projekt dauert etwas länger, erfordert aber nicht viel mehr Nähen – hier macht man aus einem alten T-Shirt eine Netztasche. Das Schneiden der Löcher dauert etwas, aber man hat auch hier sehr schnell eine Tasche. Das dazugehörige Tutorial gibt es hier.

Habt ihr noch mehr so schnelle Tutorials? Dann hinterlasst sie in den Kommentaren, sowas reizt mich immer.

Alltagshelden, die neunte

Jeden Dienstag aufs Neue: Drei Dinge, die mein Leben schöner, angenehmer, bequemer machen. Alltagshelden eben. Nach einer Idee von Roboti.

Heute mal nicht ganz so alltägliche Alltagshelden, nämlich Helden, die man auf einem Date mit dem Liebsten begegnet. Also quasi Alltagsausbruchshelden.

Restaurantessen. Hier: indisch. Einerseits ist das Essen ein Held, weil es so unglaublich lecker ist (ab jetzt bestelle ich immer Chicken Tikka), andererseits, weil ich danach nicht abwaschen muss. A match made in heaven.

Der Kuschelsitz im Kino. Glücklich, wer früh genug reserviert. Und dann das Gegenprogramm gucken: „Gott des Gemetzels“. Ganz großes Kino.

Eiskonfekt. Für mich das Date-Naschwerk schlechthin.

Blood Piss Blues

Vinicius Quesada verwendet Blut und Urin, um seine Bilder zu malen.

So, lasst das jetzt erstmal auf euch wirken.

Klingt krass, nicht wahr?

Aber so eklig, wie es erstmal klingt, ist es überhaupt nicht.

Seinen Bildern sieht man es – wenn man es nicht weiß – zunächst überhaupt nicht an.

In seinen Bildern verwendet er eigentlich nur rot, sehr dunkles blau und Gelb-/Hellgrün-Töne. Dass es quasi nur drei Farbtöne gibt, soll an das RGB-System erinnern und sorgt meiner Meinung nach dafür, dass die Bilder irgendwie wie Plakate wirken. Zu den normalen Farben mischt er dabei in verschieden starken Mengen Blut und Urin.

Warum genau er das nun tut, erklärt er nicht. (Wo wäre sonst auch der Raum für Spekulation?) Allerdings nimmt er nur eigene Körperflüssigkeiten, und das Blut bekommt er sogar ganz professionell im Krankenhaus abgenommen, auch hält er sich auch an ärztliche Ratschläge, wie oft er das tun darf. Alles sicher. Leute, die ihm Blut spenden wollen, verweist er an das Rote Kreuz. Auch irgendwelche religiösen und satanischen Interpretationen schließt er von Vornherein aus.

Meine Interpretation ist, dass er einfach einen Schritt weitergeht als die meisten Künstler. Ich glaube, dass man, will man wirklich Schönes schaffen, viel von sich selbst geben muss. Man muss es wirklich wollen, Zeit investieren und Ideen, vielleicht auch Risiken eingehen. Blut zu geben ist dann wirklich nur ein Schritt mehr, ein physischer Schritt. Und vielleicht auch ein eindrucksvolles Symbol für all das andere Herzblut, das ohnehin schon in die Kunst fließt.

Es gibt natürlich auch andere Interpretationen, beispielsweise diese hier: „The images suggest a world in which the peak oil crisis has occurred, where children play in dismantled subway cars and where dense, polluted cities house homeless refugees, sword-wielding geisha and… psychedelic cats.“*

Die Bilder sind dabei sehr vielfältig – mal malt er eine Katze auf einem riesigen Pilz (was mich sehr an „Alice in Wonderland“ erinnert), mal malt er Hugh Laurie, mal eine Ölplattform.

(Und jetzt bin ich mal gespannt, was für Spam-Kommentare mir dafür reinregnen werden – aktuell sind es eigentlich nur Immobilienmakler und Stiefel. Und Texte wie „Great Content“.)

Das Copyright der beiden Bilder liegt natürlich beim Künstler selbst, Vinicius Quesada, und gefunden habe ich ihn bei My Modern Metropolis.

7 Sachen, die allerneunzehnte

Jeden Sonntag aufs Neue 7 Dinge, die ich heute mit meinen 2 Händen gemacht habe – ob ich dafür nun 5 Stunden oder 5 Minuten gebraucht habe. Die Idee dazu stammt von Frau Liebe.

Achso, übrigens. Dieses Lied höre ich aktuell rauf und runter, und ich bin davon überzeugt, dass es jedem die Laune heben kann. Besonders in dieser Version.

Meine aktuellen Lieblingsklamotten angezogen. Bunte Strumpfhosen machen alles im Leben besser.

Einen Brunchtisch gedeckt, weil die Schwiegereltern zu Besuch waren und es sich dann auch mal so richtig lohnt. Dabei an Roboti gedacht, die jeden Sonntag Brunchtische deckt.

Mit den Schwiegereltern beschert. (Wir sehen die an Weihnachten nicht, und dann macht es irgendwie mehr Spaß, vorher zu bescheren und dafür auch die Reaktionen der Leute zu sehen.)

In dem Nähbuch geblättert, das ich unter anderem bekommen habe. Ich habe mir nämlich ein Buch gewünscht, in dem einfach mal einige Basics drinstehen, damit ich nicht immer wegen jeder Kleinigkeit zig Blogs und Webseiten durchgehen muss.

Eine Stickvorlage gezeichnet. Mein Stiefvater hat nämlich noch ein Geburtstagsgeschenk bei mir gut, und wünscht sich eine Anti-Atomkraft-Totebag.

Auf dem Dachboden eine Glühbirne ausgewechselt.

Das Grundbedürfnis nach Bratensauce befriedigt. Manchmal braucht es das einfach.

Himbeertörtchen vom anderen Ende der Welt

Als ich 2008 in Australien war, gab es eine Süßigkeit, von der ich mich hätte ernähren können: Jam Tarts. Das sind Mürbeteigtörtchen, die mit Marmelade gefüllt sind, meist mit Himbeer- oder Zitronenmarmelade. Ich weiß sogar noch, wie ich mein erstes Törtchen gegessen habe: Ich war seit einer oder zwei Wochen bei meinen Gasteltern in Rowville und hatte noch fürchterliches Heimweh. Das Heimweh ging soweit, dass mir beim Essen manchmal die Tränen übers Gesicht liefen – mir, die ich wahnsinnig gerne esse. Und an einem Abend bot mir meine Gastmutter als Nachtisch von einem Teller mit Keksen und Jam Tarts an. Ich habe in dem Moment erstmal aufgehört zu heulen, das war einfach zu lecker.

Seit ich wieder in Deutschland bin, habe ich diese Törtchen ziemlich verklärt. Ich habe sie nachgebacken. Ich habe nachts von australischen Supermärkten geträumt.

Und dann las ich bei Andrea von Nähgestöber, dass sie vorhatte, nach Australien zu fliegen. Ich habe erst hyperventiliert, und dann habe ich einfach mal gefragt, ob sie mir eine Packung mitbringen könnte. Sie hat ja gesagt, und im Tausch habe ich sie mit Reisetipps übergossen.

Vorgestern ist dann ein Paket angekommen. Schon von außen sah es total toll aus – eingepackt in eine Karte von Melbourne, der Stadt, an die ich ernstlich mein Herz verloren habe:

Und der Inhalt war auch perfekt – eine Packung Jam Tarts, ein Känguru (das ich Joey getauft habe, das ist das australische Wort für ein Babykänguru) und eine Karte. Genau die richtige Marke, die richtige Sorte – die perfekten Jam Tarts.

Liebe Andrea: Danke. Du hast mir damit echt eine riesige Freude gemacht. (Und ihr anderen solltet dringend auf ihren Blog gehen, weil sie da tolle Australienfotos teilt.)

Achso, und das bin ich, wie ich gerade die erste Jam Tart seit drei Jahren esse:

Dass ich so vollkommen bekloppt in die Kamera schaue, liegt daran, dass die Australier doppelt soviel Zucker in ihre Süßigkeiten packen, als wir das in Deutschland gewöhnt sind. Das ist purer Zuckerschock. Ich bin das nicht mehr gewöhnt und werde den restlichen Tag über wie ein Flummy durch die Wohnung hüpfen.

 


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