Neueste Beiträge

7 Sachen, die zweiunddreißigste

Jeden Sonntag aufs Neue: 7 Sachen, die ich mit meinen zwei Händen gemacht habe, egal, ob das 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert hat. Die Idee dazu stammt von Frau Liebe.

Ein Osterei gepellt. Das hat mich gestern beim Bäcker so angelacht, und mit einem „Niiils, kaufst du mir das?“ war’s meins. Die Farbe ist große Klasse.

Füße verpflastert und neue Schuhe angezogen für einen Sonntagsspaziergang. Ich habe zwar die Draußen-Barfuß-Zeit schon eingeläutet, aber eben nicht durchgängig.

Kitty, eine der Nachbarskatzen gekrault. Ok, auf dem Bild krault der Liebste, aber der kann das auch hervorragend, die Katzen lieben ihn alle.

Mir drei Kugeln Eis beim Lieblings-Eisdealer ausgesucht. Da es dieses Jahr kein Mango mehr gibt (Schande!), gab es heute Schoko, Minze, Heidelbeere.

Beim Spaziergang an jeder Ecke stehen geblieben und den Frühling fotografiert. Ich merke richtig, wie ich mich wieder quietschlebendig fühle bei diesem Wetter. Ich bin einfach ein Frühlings- und Sommerkind durch und durch.

Mir aus einer wunderbar aromatischen Fleischtomate und einer gelben Paprika einen großartig farbenfrohen Salat gemacht. Klecks Quark drauf, Körner drüber, und ich bin glücklich.

Buch fertig gelesen.

Und jetzt widme ich mich für den restlichen Tag der Hausarbeit, die noch geschrieben werden will. Auf dass ich im kommenden Wochenrückblick schreiben kann: „Letzte Hausarbeit dieses Studiums abgegeben.“

 

 

 

Wochenrückblick 07/12


|Gesehen| Männer, die auf Ziegen starren. Die Tiefseetaucher. Best Exotic Marigold Hotel. – Gleich drei prima Filme, jeder auf seine eigene Weise.

|Gemacht| Mit meiner Diana viele Bilder geknipst. Leckere Süßigkeiten gemacht (getrocknete Aprikosen in weißer Schokolade und Salzbrezeln in Vollmilchschokolade.) Einen Film entwickeln lassen und abgeholt. Aufgeräumt. Eine Postkarte geschrieben, die nur aus schlechten Witzen besteht. Ein Tauschpaket geschnürt. Einen Freund motiviert.

|Gehört| SWR3.

|Gelesen| “A Tree Grows in Brooklyn” von Betty Smith. (Gelesen? Verschlungen!) „Timeless“ von Gail Carriger. Schade, dass es der letzte Teil ist. Aber da kommt ja ne neue Reihe.

|Getan| An der großen Hausarbeit weitergeschrieben. Einem kleinen hellblauen Papagei (wahrscheinlich) das Leben gerettet. Mich mit Andrea und Nike in Hamburg getroffen.

|Gegessen| Schokoladenosterhasen am Stiel. Einen sehr leckeren Salat. Gebackene Falafel. Eis am Stiel. Tollen Obstsalat. Grapefruits. Kuchen.

|Getrunken| Wasser, Africola. Limonade, verschiedene Sorten.

|Gefreut| Über den strahlend blauen Himmel und die vielen Kleinigkeiten, die gut gelaufen sind. Über das große Wunder, auf das ich ungefähr 20 Jahre gewartet habe und das passiert ist. Dass plötzlich alles gut ist. Über ein wunderbares Tauschpaket von Mona, in dem ein Donut-Nadelkissen (siehe Bild) und niedliche Buttons drin waren.

|Geärgert| Höchstens ein bisschen über mich selbst. Darüber, dass meine Diana-Fotos vom letzten Samstag nicht ganz so toll waren.

|Gelacht| Über „Timeless“. Trifft genau meinen Humor. Über die Jedi-Witze in „Männer, die auf Ziegen starren“.

|Geplant| Die genauen Inhalte der mündlichen Masterprüfung. Ein bisschen meinen Urlaub nach dem Studium. Meine Ernährung (da müssen Kilos runter!)

|Geträumt| Vom Urlaub nach dem Studium…

|Gekauft| Englische Lebensmittel. Gebrauchte Bücher. Osternest-Füllung für den Liebsten. Neue Sommerschuhe, wobei ich die für die 3 Wochen alten, die schon kaputt waren, getauscht habe.

|Gewünscht| Eine neue Garderobe.

|Geklickt| iDone, das ist ein kleiner Webdienst, mit dem man einen Überblick bekommt, was man so täglich hinkriegt. GoodReads.

(Original Wochenrückblick: bei Fräulein Julia)

Sie hat nen Vogel

Am Montag ist es mir das vierte Mal in meinem Leben passiert, dass ich einen Vogel gefunden habe. Anders kann man es einfach nicht beschreiben. Die vorherigen Male hatte ich schon einmal hier beschrieben – damals war ich auf dem Weg zu einem Interview mit Schülern gerade am Eingang der Schule, als ein Kleiber mit Karacho gegen eine Scheibe flog. Ich hab ihn aufgehoben, er kam langsam zu sich und irgendwann flog er weg. Ein schönes Erlebnis.

Und jetzt eben erneut. Diesmal war es ein kleiner Papagei, hellblau gefiedert, mit einem leuchtend roten Schnabel. Auf den ersten Blick sah er aus wie eine zusammengeknüllte Plastiktüte, wie er da saß und den Schnabel ins Gefieder steckte. – Was macht man, wenn man in einer Gegend mit vielen Katzen lebt und einen Vogel findet, der ganz klar ein Haustier ist? Genau, man ruft vollkommen ratlos den Freund an. Und dann ruft man die Polizei, die dann einen Streifenwagen schickt. Die Polizei wiederum hat dann meine Personalien aufgenommen und auf die Feuerwehr gewartet, und ich bin dann vollkommen glücklich gegangen. Erstaunlich, dass der Kleene nicht weggeflogen ist, sondern die meiste Zeit gepennt hat, sich auch von einem vorbeifahrenden Zug nicht stören ließ und irgendwann mal ein bisschen Futter suchen ging. Er flog nicht, er spazierte ganz gemütlich durch die Gegend. Ich bin jetzt mal gespannt, ob ich noch was von den Besitzern höre, weil ich mir den Kleenen schon ganz gerne mal aus der Nähe ansehen würde – draußen war ich lieber zu vorsichtig, damit er nicht wegfliegen möge.

Interessant fand ich bei der ganzen Sache, dass in der Zeit mehrere Leute an mir vorbei liefen, ohne den Vogel auch nur zu bemerken. Ein leuchtend hellblauer Papagei, und die Leute sehen ihn einfach nicht! Für mich ist das unfassbar – und eigentlich wieder eine Bestätigung: Wenn man nur die Augen aufmacht und hinsieht, findet man überall Wunder, kleine und große.

In einem Papageienforum habe ich mich übrigens erkundigt und man sagte mir, dass ich wahrscheinlich eine Mutation eines Halsbandsittiches gesehen hätte. (Die Mutation bezieht sich auf die Farbe.)

Ich finde ja, dass dieser Vogel wie der blaue Himmel in Vogelform aussah.

Und hier noch das Bild eines Kanarienvogels, der mir vor Jahren zugeflogen ist. Noch so ein Wunder.

Das Copyright zum obersten Bild liegt übrigens bei Johann Fößl und zeigt nicht den Vogel, den ich „gefunden“ habe, sondern nur einen Vogel derselben Art.

Salat mit Mango, Hühnchen und noch mehr leckeren Sachen

Vorletztes Wochenende war ich mit dem Süßen lecker asiatisch essen. Und ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber manchmal ist ein Gericht im Restaurant so simpel und genial und alltagstauglich, dass ich es einfach mitnehmen will in eben diesen Alltag.

In diesem Fall war es eine große Schüssel Salat mit einem leicht scharfen Dressing, draußen war ein frühlingshafter Tag und genauso schmeckte das Essen auch. Da war Mango drin und Paprikastreifen und würziges Hühnchenfleisch und Erdnüsse und auch grüner Salat. Herrlich.

Jetzt habe ich den Salat nachgemacht – und hier ist das Rezept. War auch großartig lecker.

Für 2 Personen braucht man:
Eine Mango
Eine Paprika
Ein Salatherz
Zwei Handvoll gesalzene Erdnüsse
Einen großen Hähnchenschenkel, fertig gebacken (oder zwei kleine)
2 EL Erdnussbutter
Chiliflocken nach Geschmack
einige Zweige frische Minze
3 EL Fischsauce
6 EL Reisessig
Salz nach Geschmack
Honig nach Geschmack

Mango grob würfeln, ca. 3 EL davon in ein hohes Gefäß geben, den Rest in die Salatschüssel geben. Paprika mundgerecht schneiden, in die Schüssel geben. Salatherz in Streifen schneiden, in die Schüssel geben. Hähnchenfleisch von den Knochen lösen und mundgerecht schneiden, in die Schüssel damit. Erdnüsse auch in die Schüssel. Eine Handvoll Minzblätter fein hacken, in die Schüssel geben.

Fischsauce, Reisessig, ungefähr zehn Blätter Minze, etwas Honig, Salz, Chiliflocken und die Erdnussbutter pürieren. Wenn es zu dickflüssig ist, etwas Wasser dazu. Mit Honig, Salz und Chili nachwürzen.

Dressing zum Salat geben. Umrühren. Verteilen. Freuen.

Alltagshelden, die dreiundzwanzigste

Jeden Dienstag aufs Neue Dinge, die mein Leben schöner machen, einfacher, genussvoller. Alltagshelden, die man sonst gerne mal übersieht. Nach einer Idee von Roboti.

Letzte Woche gabs hier französische Spezialitäten. Nachdem ich am Wochenende mit Andrea und Nike durch Hamburg bummelte und dabei an einem großartigen englischen Buch- und Lebensmittelladen vorbeikam, gibt es heute englische Spezialitäten. Sowohl für gebrauchte Bücher als auch für Lebensmittel kann man da prima stöbern, allerdings ist es nicht wahnsinnig günstig – aber auch nicht total überteuert. Gebrauchte Bücher kosten so zwischen 3 und 5€, die Packung Custard Creams lag bei 2,20.

Custard Creams. Ich liebe sie, besonders die schöne Musterung und dass man sie toll pimpen kann (so mit zusätzlicher Nutella oder so). Ist ja nicht so, als ob das nicht eh schon Kalorienbomben wären. Neeeee!

Chips. Der Liebste schwört auf Salt & Vinegar von Walkers, meine Lieblingssorte (Prawn Cocktail) war leider nicht vorrätig. Man kann halt nicht alles haben.

Diese wunderbaren Bonbons. Etwas Süßes kombiniert mit Liebesbotschaften. Passt.

7 Sachen, die einunddreißigste

Jeden Sonntag aufs Neue: 7 Sachen, die ich mit meinen zwei Händen gemacht habe, egal, ob das 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert hat. Die Idee dazu stammt von Frau Liebe.

Nach dem Aufwachen einen Kissenberg gebaut, um mein Buch fertig zu lesen. Hat ja auch nur 4 Stunden gedauert.

Dem Süßen ein Mittagessenstablett gerichtet. Sowas mache ich irgendwie saumäßig gerne.

Bei der Gelegenheit gleich ein bisschen Nacken gekrault.

Den unfassbar leckeren Brownie, den ich gestern hier gekauft habe, halbiert und meine Hälfte gegessen.

Ein bisschen panisch ein Buch gesucht und mich dann für die Hausarbeit hingesetzt. Wesentlich weiter bin ich aber nicht gekommen. Vielleicht geht ja gleich noch was.

Abgewaschen. Ich fasse es nicht, wie ich die Küche beim Kochen so verwüstet bekomme – ich meine, um 15 Uhr war noch alles blitzeblank. (Und ich finde, es gehört auch mal ein Vorher-Bild auf diesen Blog.)

Mango für einen Obstsalat für morgen früh geschnibbelt. Minze, TK-Himbeeren, TK-Himbeeren und Mango. Hallo Paradies, ich komme.

Wochenrückblick 06/12

|Gesehen| Ein Basketballspiel (mein erstes Mal in nem Stadion). Einen großartigen Vortrag über Introversion.

|Gemacht| Bücher aus der Unibibliothek ausgeliehen. Im letzten Semester merke ich, dass man hier ja auch Bücher fürs Privatvergnügen findet. Einen Brief auf der Schreibmaschine getippt.

|Gehört| “Wise Man’s Fear” von Patrick Rothfuss. (Jaaa, so ein 42-Stunden-Hörbuch dauert seine Zeit…) SWR3. Florence & The Machine.  (Seit einigen Monaten meine Lieblingskünstlerin.)

|Gelesen| “Die Frau mit dem roten Tuch” von Jostein Gaarder. „Tales of the City“ von Armistead Maupin. „A Tree Grows in Brooklyn“ von Betty Smith.

|Getan| An der großen Hausarbeit weitergeschrieben. (Es zieht sich hin…) Mit Anlauf über meinen eigenen Schatten gesprungen, gleich doppelt. Darauf bin ich unfassbar stolz. Mit meinem besten Freund telefoniert.

|Gegessen| Schokolade. Skittles. Gemüsebratlinge. Viel Salat. Kartoffelsuppe nach diesem Rezept. Noch mehr Salat. Richtig gute Fritten im Stadion. Mit Risotto gefüllte Paprikaschoten.

|Getrunken| Tanklasterweise Wasser. Literweise Africola. Schluckweise Rotwein.

|Gefreut| Darüber, dass ich echte Freunde habe. Zu wissen, dass es Leute gibt, auf die ich mich blind in jeglicher Krisensituation verlassen kann, ist ein unfassbar großes Glück. Über Frühlingstemperaturen. Darüber, in eine Familie aufgenommen zu sein.

|Geärgert| Dass man in der Unibibliothek Kinderbücher nur für einen Tag einsehen kann. Ich will die lesen, nicht streicheln.

|Gelacht| Über diese tollen E-Cards, von denen ich auch mehrere verschickt habe. Über diesen Witz: „Was ist grün und spielt Klavier?“ „Kiwi Wonder!“ Also, ich find den saukomisch. Oder: „Was ist klein, grün und dreieckig?“ „Ein kleines grünes Dreieck.“

|Geplant| Das Treffen mit Andrea und Nike, das heute ist. (Wir erkunden Hamburg!) Und meine Zukunft. Und meinen Führerschein, aber das gehört zu den Zukunftsplänen.

|Geträumt| Von der Zukunft. Und von meiner Oma, der ich im Traum eine Topfpflanze mit Glitzerspray überzogen habe. Ein DIY-Oma-Traum, ganz groß.

|Gekauft| Einen Prittstift, einen Umschlag und eine Briefmarke. Ich hab so richtig verschwenderisch gelebt^^ Dafür bin ich ja heute in Hamburg thriften, dafür muss man sparen.

|Gewünscht| Dass alles gut wird. Mit gedrückten Daumen und ganz fest geschlossenen Augen.

|Geklickt| Spotify. Out of Print. (Ich liebe diese Shirts und klicke da alle paar Wochen mal hin, um imaginär einzukaufen.)

(Original Wochenrückblick: bei Fräulein Julia)

Handmade Type

Ok, wow. Das haut mich um.

Tien-Min Liao, eine in New York ansässige Grafikdesignerin und Illustratorin, hat das schönste Alphabet gemacht, das ich seit langem gesehen habe. Handmade Type hat sie es genannt.

Dabei hat sie 26 Formen designt. Wenn sie eine dieser Formen auf ihre Hände und Unterarme aufträgt, kann sie je nach Handhaltung einen Buchstaben darstellen, und zwar als Groß- und als Kleinbuchstaben. Wenn man das so erklärt, klingt es erstmal komisch, aber wenn man es sieht, haut’s einen aus den Socken, oder was man halt so trägt.

Guckt mal hier, so sieht das für A/a aus:

Die simple Idee, die Grafik dahinter, die total schöne Schrift, alles zusammen ist einfach nur… Hach.

Und hier noch ein kleiner Film, der ihr Alphabet illustriert.

Gefunden habe ich das Alphabet bei Colossal, das Copyright zu der Grafik und dem Film liegt bei Tien-Min Liao.

Alltagshelden, die zweiundzwanzigste

Jeden Dienstag aufs Neue Dinge, die mein Leben schöner machen, einfacher, genussvoller. Alltagshelden, die man sonst gerne mal übersieht. Nach einer Idee von Roboti.

Heute, nachdem mein Papa mir letzte Woche ein französisches Carepaket geschickt hat, mit Dingen aus diesem Paket. Das sind nämlich Lebensmittel, die ich immer, immer im Haus haben muss. Meine Heimatstadt liegt ja 10 Kilometer von der französischen Grenze entfernt, und da meine Mutter Französin ist, waren wir oft im Elsass einkaufen. Einige Lebensmittel müssen immer noch immer da sein. (Ich gehe bei jedem Besuch daheim nach Frankreich einkaufen, selbst bei 24-Stunden-Besuchen.) Und weil die Sachen ja in Deutschland nicht verkäuflich sind, ist das hier auch keine Werbung.

Würzsaucen und Öle. Die Nem-Sauce, in die man eigentlich vietnamesische Frühlingsrollen dippt, mit der man aber auch den weltbesten Glasnudelsalat hinbekommt, Dijonsenf, Dijonmayonnaise (perfekt zu Pommes) oder Basilikumöl, das wie Sommer schmeckt. Die müssen immer da sein. Mjam.

Süßigkeiten. Ich liebe diese Kekse, die sind so richtig buttrig. Und die Schokolade kenne ich noch aus Kindertagen.

Salz. Es schmeckt nicht anders, abe ich finde die französischen Salzstreuer einfach schöner. („La baleine“ heißt „Der Wal.“)

Before I die…

Gestern bei Colossal entdeckt und mich direkt hinein verliebt – das „Before I Die“-Projekt von Candy Chang. Der Künstlerin geht es darum, Städte lebenswerter zu machen und gleichzeitig zu Orten, die zum Nachdenken anregen.

Eines dieser Projekte ist eben auch „Before I Die“. In Zusammenarbeit mit den Städten streicht sie Wände mit Tafelfarbe – und schabloniert dann Denkanstöße darauf, beispielsweise „Before I die, I want to…“ Die Bewohner der Stadt können dann zur Verfügung gestellte Kreide nutzen und für sich diese Frage beantworten.

Ich finde die Idee schön, gerade auch weil ich denke, dass die meisten von uns zu „blind“ leben. Vielleicht übertrage ich da ja mich selbst auf alle anderen – aber auch wenn ich schon überall kleine Wunder entdecke, verbringe ich trotzdem viel zu viel Zeit blind. Entweder prokrastiniere ich, beispielsweise indem ich Mahjong spiele, statt an der Masterarbeit zu arbeiten – aber auch statt irgendwie kreativ zu sein. (Schließlich darf ich ja nicht tun was ich wirklich will, wenn ich nicht tue, was ich muss.) Oder ich breche in wilde Panik aus, weil ich das bestimmt alles nicht schaffen werde und alles ganz grauenhaft wird und wir alle sterben, Apokalypse und so. Mindestens. Nur, weil das mit der Masterarbeit gerade etwas zäh ist.

Worauf ich hinaus will: Viel zuviel Zeit fließt in gequirlte Kacke, und das ist alleine meine Schuld. Und ich glaube, das geht den meisten so.

Wenn Kunst es jetzt schafft, uns ein winziges bisschen mehr Bewusstsein zu geben, uns mehr auf das, was wichtig ist (und was das ist, entscheidet jeder für sich selbst) zu fokussieren – dann ist sie ein wahnsinnig wertvoller Beitrag zu unserem Leben.

Ich überlege jetzt, ob ich einfach ein paar Seiten mit „Bevor ich sterbe, will ich…“ auszudrucken, ein paar Bleistifte zu kaufen, und das mit Tesa und Bindfaden in Klos zu deponieren. Damit da was anderes steht als verschwurbelte Sytemkritik und Flyer für Anti-Nazi-Demos. Auf die Weise wäre das auch keine Sachbeschädigung – und ein Beitrag. Mal sehen.

(Copyright des Bildes und der Idee: Candy Chang. Gefunden bei Colossal.)


RSS Feed. Dieses Blog läuft mit Wordpress und basiert auf Modern Clix, einem Theme von Rodrigo Galindez.