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Alltagshelden, die vierzehnte

Jeden Dienstag aufs Neue Dinge, die mein Leben schöner machen, einfacher, genussvoller. Alltagshelden, die man sonst gerne mal übersieht. Nach einer Idee von Roboti.

Meine liebste Totebag, vom Theater Bochum.Ich mag Theater und ich mag Typo und ich mag Bochum, weil da zwei mir liebe Menschen leben. Eine gute Kombi.

Kleine Kommödchen mit vielen kleinen Schubladen. Sie bewahren diese Wohnung vorm Untergang in Chaos, weil mit diesen Teilen jeder Kleinkram seinen Platz bekommt.

Regenbogenessen: Die Farbe Weiß

Drüben bei High Foodality macht Uwe dieses Jahr ein Regenbogen-Kochbuch. Jeden Monat gibt es eine Farbe, zu der man bis zu zwei Rezepte einreichen kann – und die drei Rezepte, die Uwe jeweils am besten findet, kommen in sein Kochbuch und erhalten einen Fresskorb. So soll bis Ende diesen Jahres ein kulinarischer Regenbogen entstehen. Ich finde die Idee super und mache deshalb mit.

Diesen Monat sollen die Gerichte die Farbe weiß haben. Und so gibt es dann hier in der Wunderküche Lasagna Bianca und Schneeweißchen-Carpaccio.

Hier die Rezepte:

Zutaten:
1 Apfel (Elstar, Pink Lady – Hauptsache säuerlich)
1 kleine Kohlrabi
1/2 TL Dijonsenf
1 TL Honig
2 EL Weißweinessig
2 EL Basilikumöl
Salz, Pfeffer
etwas Zitronensaft

Apfel schälen, vierteln, entkernen und in feine Scheiben hobeln. In eine Schale Wasser mit Zitronensaft legen. Kohlrabi schälen, vierteln und in feine Scheiben hobeln. Apfelscheiben aus dem Wasser nehmen und mit etwas Küchenpapier trockentupfen. Die Kohlrabi- und Apfelscheiben auf einem Teller anrichten (ich habe immer einen Kreis aus Kohlrabi, dann aus Apfel usw. gemacht.) Aus Senf, Honig, Essig, Öl, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette machen. Vinaigrette drüberträufeln. Ein paar Minuten durchziehen lassen. Essen.

Und jetzt das zweite Rezept:

Lasagna Bianca

Zutaten:
300g Hähnchenbrustfilet
250g Champignons
2 kleine Zwiebeln
1l selbstgemachter Hühnerfond (alternativ zwei Hühnchen-Brühwürfel)
0,25l lieblicher Weißwein (ja, lieblich!)
2 EL frischer, gehackter Salbei
200ml Sahne
Salz, Pfeffer, etwas Zucker
2 EL Speisestärke
ca. 250g Lasagneplatten ohne Ei
100g frisch geriebener Parmesan

Den Hühnerfond mit dem Weißwein und dem Salbei in einen Topf geben und sich auf ungefähr ein Drittel reduzieren lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, bei Seite stellen.

Hähnchenbrustfilet, Champignons und Zwiebeln in relativ feine Würfel schneiden. Champignons und Zwiebeln in etwas neutralem Öl anbraten, in eine Schüssel geben. In derselben Pfanne das Hähnchenbrustfilet anbraten, dabei immer wieder Flüssigkeit abgießen (einfach zu den Pilzen dazu). Die Pilze wieder zurück in die Pfanne geben, Brühe zugießen, Sahne zugießen. Köcheln lassen, bis sich die Flüssigkeit wieder ein wenig reduziert hat. Mit 2 EL Stärke abbinden.

Jetzt einfach die Lasagne in eine ofenfeste Form schichten: Etwas Sauce, Lasagneplatten, Ragout, Lasagneplatten, Ragout… – bis eben nichts mehr übrig ist. Die letzte Schicht sollte das Ragout sein.

Jetzt die Form mit Alufolie abdecken und in den auf 200°C vorgeheizten Ofen damit. Solange backen, bis die Platten durch sind – das dauert ca. 25min. Rausnehmen, Parmesan drüberstreuen und für 2 Minuten wieder in den Ofen, sodass der Parmesan gerade geschmolzen ist.

Guten Appetit!

7 Sachen, die zweiundzwanzigste

Jeden Sonntag aufs Neue: 7 Sachen, die ich mit meinen zwei Händen gemacht habe, egal, ob das 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert hat. Die Idee dazu stammt von Frau Liebe.

In einem neuen Magazin gelesen, nämlich Couch. Darüber habe ich in den letzten Tagen mehrfach gelesen, und da ich ohnehin schon länger nach einem DIY-Magazin suche, für das ich mich nicht dumm und dusselig zahlen muss, schien mir Couch eine gute Idee zu sein – kostet nämlich nur 2€ und hat gute Themen, finde ich.

Gulaschsuppe von gestern aufgewärmt, mit etwas Harissa geschärft und gelöffelt. Das ist Glück in einer Schüssel.

Sesam-Pfeffer-Krokant gemacht und damit dem Süßen ein Lächeln entlockt. Das Rezept habe ich heute bei Gaarn gefunden. Schöner Blog, das.

Muffins gebacken. Weil ich das ja sonst niemals nicht tue. Mit Schokolade und Mandelblättchen.

Die heute auf dem Flohmarkt erworbene 70er-Kühltasche innen ein bisschen geputzt. Da sollen meine Stoffe drin aufbewahrt werden. (Also, ohne die Kühlakkus.) Und manchmal werden dann die Stoffe rausgeräumt und damit picknicken gegangen. (Mit den Kühlakkus.) (Und Getränken.) (Und was zu essen und ner Decke und…)

Auf dem Flohmarkt gab es auch eine tolle Wandkarte. Sowas wollte ich schon ewig haben, habe aber vor den Preisen zurückgeschreckt. Heute habe ich mal eine gefunden, für die ich keine Niere verkaufen muss. Und die habe ich übers Bett gehängt.

Die Postkarten, die über dem Kopfende meines Betts hingen, abgenommen und restlichen Kleber (das sind diese weißen Fliegenschisse im Bild) von der Wand geknibbelt. Wandkarte und Postkarten sind einfach ein wenig zuviel des Guten.

Und jetzt dekoriere ich weiter um.

Bücherregal, verkehrt herum

Nachdem ich am Montag über ein großartiges Schlafsofa gepostet habe, habt ihr vielleicht Lust auf mehr seltsame Möbel in eurem Leben bekommen. Kann ja sein.

Deswegen – falls ihr noch nichts vorhabt an diesem Wochenende – ein Link zu einem Tutorial, um sich ein solches Bücherregal zu machen:

Und nein, das ist nicht einfach ein umgekehrtes Foto von einem stinknormalen Regal, das Ding sieht wirklich so aus.

Wie das geht, findet ihr bei Instructables. Ich finde es jedenfalls tierisch lustig. Ist eine tolle Art, Lieblingsbücher auszustellen und sieht gut aus.

Das Tutorial stammt übrigens vom Instructables-User fungus amungus. (Wobei seine Website mir von Firefox als Phishing-gefährlich angezeigt wurde, also verlinke ich nicht darauf, sondern erneut auf das Tutorial.)

Portraits of Fourteen Actors Acting

Film und Theater sind etwas wunderbares. Wenn du in eine Geschichte hineingesogen wirst, und sie eben – anders als in der Literatur, die natürlich auch wundervoll ist – nicht nur in deinem Kopf passiert. Wenn da tatsächlich Menschen leben vor dir, mal natürlich, mal überzogen, mal komisch und mal tragisch.

Dass man da Figuren beim Leben zusieht und sich meistens über diese unglaubliche Leistung dahinter keine Gedanken macht, ist die eigentliche Kunst. Das habe ich allerspätestens gemerkt, als ich im letzten Jahr bei einem Theaterprojekt mitgemacht habe. Ich habe die Taa aus Kurt Schwitters‘ „Der Zusammenstoß“ gespielt, die einfach in ihren Noll verliebt ist. Meine einzige Aufgabe war es, in Noll verliebt zu sein, in seinen Armen zu stehen und da ist dann auch noch dieser Fast-Kuss. Ich fand es wahnsinnig schwer, diese Figur von mir selbst zu trennen und mich auf diese Szenen einzulassen. Dieses Jahr geht das Projekt mit einem anderen Stück (vielleicht diesmal auch selbstgeschrieben?) neu los, und ich bin gespannt, was das dieses Jahr mit mir macht. Im letzten Jahr habe ich nur meine Grenzen bemerkt. Immer und immer wieder.

Umso größer meine Bewunderung für Schauspieler, die „es geschafft haben“ – die also so gut sind, dass sie in alle möglichen Rollen schlüpfen können, die es ganz leicht aussehen lassen. Toll.

Letztes Jahr hat das New York Times Magazine dazu eine tolle Reihe gemacht. Da wurden 14 Schauspieler beim Schauspielen gefilmt. Und die entstandenen Filme sind unglaublich. Wunderschön. Die Fotos dazu sind aber auch absoluter Wahnsinn.

Besonders schön finde ich das Bild von Vincent Cassel. Abgesehen davon, dass er ein verdammt gutaussehender Mann ist, wirkt er in diesem Bild so total bei sich. Am Tanzen, und die Welt ist einfach nichtexistent für ihn.

Schaut euch unbedingt noch die anderen Filme und Fotos an.

Das Copyright für das verwendete Foto liegt natürlich beim New York Times Magazine.

Viele, viele Zettel

Jeden Donnerstag wieder ein Gegenstand, mit dem ich Erinnerungen verbinde – und die Geschichte dazu.

Heute: Ganz viele Zettel, geschrieben von meiner Maman.

Als ich 8 war, haben sich meine Eltern getrennt und wie das so ist, hat sich meine Mutter dann auch eine eigene Wohnung genommen. Auf die Zeit will ich gar nicht genauer eingehen (war einfach scheiße), aber dann hat es eben begonnen, dass ich an einem Tag die Woche nach Hause kam und keiner da war, weil Maman noch arbeitete und Papa natürlich nicht bei meiner Mutter zu Hause war (ich mach’s aber auch kompliziert, was?).

Langer Rede kurzer Sinn: Wann immer ich an diesen Dienstagen heim kam und meine Mutter noch nicht da war, lag ein Zettel auf dem Tisch, auf dem einfach kurz stand, was für den restlichen Tag geplant war, oder ein lustiger Spruch – und immer ein „Ich liebe dich“ oder ein „Dicker Kuss“. Mir kamen solche Zettel damals irgendwie „erwachsen“ vor, deswegen habe ich sie damals aufgehoben, mittlerweile sind sie einfach viele kleine Botschaften aus der Vergangenheit. Als meine Mutter dann Jahre später mit meinem Stiefvater zusammengekommen war, schrieb er auch gerne mal was drauf, was mir immer ein Grinsen entlockte. (Die abgebildeten Zettel sind übrigens nur ein Bruchteil der Zettel, die ich habe. Das sind ungefähr drei fast berstende Umschläge voll.)

Die Zettel erzählen 10 Jahre meines Lebens, von 8 bis 18 (bis ich eben von zu Hause ausgezogen bin) und vieles lässt mich grinsen. Da ist beispielsweise der Zettel, den mein Stiefvater geschrieben hat, als ich ungefähr 17 war und eine Diät machte. Er klebte an meine Tür: „Ellen hat 100g abgenommen.“ Schön ist auch:

Hi Ellenchen!
Ich hoffe, daß die Krönung Deines Urlaubs toll war! Im Kühlschrank ist für dich morgen (zum Mitnehmen) Nudelsalat mit Gebrauchsanweisungen! Mache einfach den Tupper voll. Falls du Lust auf Erdbeeren hast, bitte nimm dir, aber vergiß nicht, daß wir auch Appetit haben!! Ich wünsche dir einen guten ersten Schultag! Kuss. Kuss!
Maman

Laber-Laber
Klaus

Ich liebe es bis heute, wenn mir jemand nette Zettel hinterlässt.

Schützt eure Kinder vor Kunst!

Das College for Creative Studies in Detroit nutzt zur Werbung für ihre Kunststudiengänge Plakate, die an Drogenprävention erinnern. Sowas beispielsweise:

Nachdem ich mich vorgestern mit einem Bekannten über das Studium in Frankreich unterhalten habe, fand ich diese Poster besonders zeigenswert. Seiner Aussage nach ist es nämlich so, dass man dort sein Studienfach weniger nach Neigung als nach „Können“ wählt. Wer gut im Lycée ist, wählt Verwaltung, wer mittel ist, nimmt die Naturwissenschaften, und wer es gar nicht hinbekommt, wählt den Rest, also auch Kunst. Den Gedanken finde ich schon ziemlich erschreckend. Das ist ein bisschen wie das Vorurteil (dem ich mich schon einige Male stellen musste), dass jemand, der Lehrer wird, für anderes (= traditionelle Karriereberufe) nicht gut genug war.

Hier übrigens noch eines der Poster, das ich besonders toll finde:

Das Copyright der gezeigten liegt übrigens beim College for Creative Studies Detroit.

Alles meins!

Nach einem wunderbaren Gespräch mit meiner Maman, in dem sie mir (wie in letzter Zeit oft) gesagt hat, dass sie stolz auf mich ist und ich es auch sein soll, habe ich mal beschlossen, wirklich stolz auf mich zu sein.

Zu diesem Zweck habe ich meine Magnetwände umdekoriert. Alles runter, was nicht ich gemacht habe und nur Sachen rauf, die ich gemalt, geklebt, fotografiert habe. Eine „Have-Done“-Liste von 2009, auf der ich damals aufgeschrieben habe, was ich schon alles gemacht und geschafft habe. Eine Mini-Collage aus zwei Postkarten, die gleichzeitig ein Symbol fürs Theaterspielen sind. Farben, die ich liebe und ständig verwende. Passfotos von Nils und mir, weil das auch sehr nah an meinem Herzen ist. Typo, Illustration, Schablonendruck. All die Werke, auf die ich besonders stolz bin.

Fühlt sich gut an. Verdammt gut.

Ich habe das Bild in recht großer Auflösung hochgeladen, wenn ihr also draufklickt, könnt ihr euch die Sachen in größerem Detail ansehen.

Alltagshelden, die dreizehnte

Jeden Dienstag wieder drei Dinge, die mein Leben schöner machen, einfacher, bequemer, ohne dass man sie normalerweise wirklich zu würdigen weiß. Alltagshelden eben. Weil auch Dinge manchmal ein Dankeschön verdient haben. Die Idee dazu stammt von Roboti. (Danke dir dafür, dass du die Idee hattest und teilst – seitdem ich da mitmache, weiß ich die Dinge in meinem Leben viel mehr zu schätzen und bedanke mich manchmal still bei irgendeinem Gegenstand. Und auch mehr bei anderen Menschen. Ein gute Übung in Achtsamkeit.)

Wusstet ihr übrigens, dass es in Japan einen Schrein für zerbrochene Nähnadeln gibt? Hari kuyo heißt das. Man bedankt sich damit bei den Nadeln, dass sie ihr Leben für einen gegeben haben und einem gedient haben. Ich finde, dass das eine wunderschöne Art ist, sich bei den Dingen des Lebens zu bedanken, bei den Alltagshelden eben.

Jetzt aber die Helden.

Mein Nähkästchen. Mein erstes Thriftingschnäppchen, das ich vor 8 Jahren gemacht habe, bevor ich wusste, dass das Thriften heißt und cool sein soll.

Neues Besteck in einer aufgeräumten Besteckschublade.

Unser hängender Obst- und Gemüsekorb. Gerade eher leer, aber so sieht man ihn selbst besser. Und die Blutorangen darin sind auch Helden.

 

 

Ein ganz besonderes Schlafsofa

Seitdem mein RSS-Feed voll ist mit Design-Blogs, habe ich sehr viel hervorragendes Design entdeckt. Es fühlt sich ein bisschen wie ein virtuelles Schlaraffenland an, voll mit guten und gut ausgeführten Ideen. Manchmal aber ist ein ganz besonders tolles Teil dabei, und um ein solches handelt es sich hier.

Ein Schlafsofa.

Ein ganz besonderes Schlafsofa.

Nämlich eines, das nicht zu einem Doppelbett wird, sondern zu einem Hochbett.

Hier ist es:

Also, mal ganz davon abgesehen, dass ich mir nicht ganz vorstellen kann, wer ein solches Sofa wirklich brauchen sollte, finde ich das Ding super. Vielleicht ist es was, wenn man oft Kinder zu Gast hat. Oder wenn man das gewisse Jugendherbergsfeeling auch im Alltag manchmal haben möchte.

So oder so – ich finde die Idee super.

Die Idee stammt übrigens von Bonbon Compact Living Solutions, für den Fall, dass ihr so ein Sofa dringend haben müsst. Die haben aber auch noch andere nette Sachen, zum Beispiel das da.

Das Copyright der gezeigten Bilder liegt dann auch bei Bonbon, gefunden habe ich es über My Modern Metropolis.


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