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7 Sachen, die sechsundzwanzigste

Jeden Sonntag aufs Neue: 7 Sachen, die ich mit meinen zwei Händen gemacht habe, egal, ob das 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert hat. Die Idee dazu stammt von Frau Liebe.

Hm. Faule Sonntage erkennt man bei mir irgendwie daran, dass es hier fast nur Essensfotos gibt.

Meine Flohmarktschätze nach Hause getragen: Zwei alte Kameras (eine davon eine Einwegkamera, bin schon gespannt), ein Atlas (zum Verbasteln), ein Spielbrett und ein paar Spitzendeckchen für ne Freundin.

Brote fürs Mittagessen geschmiert.

Fertigsuppenpulver mit heißem Wasser aufgegossen. Man will sich ja gesund ernähren, was?

Eine Tasche gewaschen und zum Trocknen über die Heizung gehängt.

Salatdressing angerührt.

Fritten in verschiedenste Dippsaucen getunkt und gegessen. Wisst ihr, manchmal kann ein Sonntagessen auch unglaublich simpel und dabei gut sein. (Grüner Salat, Pommes und aus irgendeinem Heißhunger heraus Perlzwiebeln.)

Eine Clemenvilla geschält und gegessen. Diese Zitrusfrucht hatte ich gestern auf dem Wochenmarkt entdeckt und bin jetzt süchtig. Ist wohl ne Mischung aus Orange und Clementine. Sehr, sehr, sehr lecker. Sehr.

 

 

 

Wochenrückblick 01/2012

Zum ersten Mal heute ein Wochenrückblick, wie es ihn bei Fräulein Julia gibt. Ich hab diese Serie jetzt bei den verschiedensten Bloggern bewundert – und ich will auch. Ist eine schöne Form, sich an die Dinge zu erinnern.

|Gesehen| The Artist. Freunde und Helfer (Schauspiel).
|Gehört| Jonathan Jeremiah. Ganz viele Audiodateien von Interviews für die Masterarbeit. The Name of the Wind.
|Gelesen| Catching the Tide von Judith Lennox.
|Getan| Ganz viel für die Masterarbeit transkribiert. Gescannt. Die ersten Sätze an meiner Masterarbeit geschrieben. Gestrickt. Mit Naturfarben rumgepanscht. Gegen ACTA demonstriert.
|Gegessen| Paprika-Mandel-Pesto. „Salat India“ (gabs bei meiner Oma öfter). Viele Stullen.
|Getrunken|Viel Obstschorle. Apfel-Quitten-Saft.
|Gefreut| Darüber, dass einer meiner besten Freunde noch diesen Monat zu Besuch kommt. Dass ich meine Masterarbeit jetzt offiziell angemeldet habe – und meinen Bücherwagen noch um einen Monat verlängert bekommen habe.
|Geärgert| Höchstens mal über mich selbst. Und über Vordrängler.
|Gelacht| Über „Star Wars“- und „Star Trek“-Action Figuren.
|Geplant| Mein weiteres Vorgehen für die Masterarbeit. Ein paar DIYs fürs Blog.
|Geträumt| von der Zeit nach der Masterarbeit.
|Gekauft| Zwei Reclam-Gedichtbände (Rilke und Erhardt).
|Gewünscht| Zeit für einen ordentlichen Winterschlaf. Und Papier von diesem Shop hier. (Den hat mir Andrea gezeigt.)

P.S.: Das Bild ist aus dem Winter 2010/2011, aber es beschwört einfach so ein schönes Winterschlafgefühl herauf.

Schöne Visitenkarten

Wenn ihr an diesem Wochenende gerne kreativ prokrastinieren wollt und die schönen Ordnerrücken und Erinnerungskisten der wunderbaren Andrea schon gemacht habt, könnt ihr gleich mit einem weiteren Tutorial weitermachen, das mich diese Woche sehr begeistert hat und in die „Will ich unbedingt machen“-Liste gewandert ist: Selbst gemachte Visitenkarten, gefunden bei Oh Hello Friend.

Ihr braucht dafür eigentlich nur einen Drucker, ein paar bedruckbare Aufkleber, bunten Fotokarton und einen Stempel. Was dabei heraus kommt, ist so simpel wie schön – und ich will das jetzt aber auf der Stelle und sofort haben. (Wie dummerweise vieles andere auch.)

Das Tutorial findet ihr hier. (Und das Copyright zum gezeigten Bild liegt bei Danni von Oh Hello Friend.)

 

Und Ludmilla geht an…

… Nicki! Gratuliere dir ganz herzlich und deinem Sohn ganz viel Spaß damit. Mail mir deine Adresse, dann macht sich die Eule bald auf den Weg zu dir.

(Von den 10 eingegangen Kommentaren waren 8 gültige Lose.)

Und die anderen Eulen-Fans dürfen sich gerne an diesem Video erfreuen.

In den nächsten Wochen habe ich übrigens noch ein weiteres Giveaway.

Persol-Werbung

Werbung macht manchmal echt Spaß (habt ihr früher auch so gerne die Witzigsten Werbespots der Welt geguckt?). Und sie soll ja auch Spaß machen, soll uns ein gutes Gefühl geben, damit wir das beworbene Produkt kaufen wollen und eigentlich die ganze gezeigte Welt. Umso toller sind schöne Werbungen für Produkte, die es hier gar nicht gibt. Da kommt man nämlich nicht in Versuchung, kann aber trotzdem Freude an der Werbung haben.

So auch mit dem folgenden Kurzfilm: Gute-Laune-Urlaubs-Musik, sehr retromäßig anmutende Grafiken und die Geschichte eines Sommers in Italien. Mit offenem Verdeck durch die Sonne, segeln, Musik machen, tauchen, essen. Und alles mit genau der richtigen Sonnenbrille.

A Year of Sun with Mr. Persol – HD from Yuki 7 on Vimeo.

Wenn es übrigens eine Brille gäbe, mit der alles vintage aussehen würde – ich würde sie kaufen. Aber sooofort.

Das Copyright zu diesem Film liegt übrigens bei Persol und Passion Pictures.

Das schönste Haus von Welt

Jeden Donnerstag wieder ein Gegenstand und die Erinnerungen, die ich damit verbinde. Heute: Ein Foto des Hauses, in dem ich von 7 bis 12 gelebt habe.

Ich glaube, jeder Mensch hat, wenn er nur tief genug in sich sucht, ein Bild vor Augen, das ihn treibt. Sicher auch mehrere Bilder – welche, vor denen man wegläuft, weil sie so dunkel sind. Aber eben auch welche, nach denen man immer suchen wird, auf die man hinarbeitet. Bei mir zeigt eines dieser schönen Bilder die Rosenstraße 55. In diesem Haus und seinem Garten hatte ich den schönsten Sommer meines Lebens, der Sommer 1993, als ich 8 wurde.

Manche Erinnerungen bekommen irgendwann so einen Glanz, so einen Goldschimmer. Im Grunde sehen diese Erinnerungen dann aus wie Fotos mit „Vintagefilter“. Die allerschönsten Erinnerungen sind so, und dieser Sommer gehört dazu.

Und da es ein ganzer Sommer ist, hier ein paar Blitzlichter daraus.

Wie meine Eltern Blumenbeete anlegten, einen Gemüsegarten… Die Apfelbäume und der Kirschbaum. Unser eigenes Gemüse, unser eigenes Obst, aus unserem Garten. Und viel davon.

Und dann die Einweihungsfeier und um die gleiche Zeit mein achter Geburtstag. Meine Eltern stellten sogar ein kleines Bierzelt im Garten auf, und wir grillten und Freunde meiner Eltern machten Musik, einer machte sogar eine Zauber- und Kabarettshow. Abends dann Lagerfeuer, glaube ich mich zu erinnern.

Mein Kindergeburtstag mit den neuen Freunden und ein paar alten. Wie gemeinsam mit den Freunden der Kirschbaum geplündert wurde und meine Mutter mit uns wunderbare Spiele machte. Eine Freundin aß so viel von den Kirschen, dass sie sich übergeben musste. Und Marmorkuchen gab es mit Sicherheit auch, den gab es immer. Und ein Freund meiner Eltern, der für uns Kinder Geschichten von Ringelnatz erzählte und mir Kästnerbücher schenkte.

Und schließlich die Sommerferien. Meine Mutter stellte unter den beiden Ahornbäumen ein Zelt für mich auf, wo ich mich aber immer nur tagsüber aufhielt. Nachts wollte ich dann doch lieber in mein richtiges Bett. Aber so ein Zelt zu haben, das fühlte sich nach Abenteuer an.

Dann kam für einige Wochen meine vier Jahre ältere Cousine zu Besuch. Und dann wurde die Zeit noch viel schöner, mit Fahrradfahren lernen, Schwimmbad und gemeinsamem Spielen. Und immer wieder auch Streit, klar. Den meine Mutter eines Tages folgendermaßen schlichtete: Sie schiss uns ordentlich zusammen und schickte uns dann hoch ins Zimmer, unsere Badeanzüge anziehen und sofort runterkommen. Als wir dann kleinlaut wieder im Garten waren, wartete sie mit dem Gartenschlauch auf uns und drehte das Wasser auf. Was haben wir gelacht! Und Wasserbombenschlachten haben wir auch veranstaltet.

Und schließlich das Bild, wie meine Mutter im Gartenschuppen ist und Möbel restauriert. Ich fand das damals relativ uninteressant, wenn auch irgendwie krass, dass sie das kann. Aber heute würde ich das auch gerne können und werde es demnächst vielleicht auch versuchen.

Ein Sommer voller Abenteuer und Sterne, voller Blumen und Spiel. Und der letzte Sommer, bevor meine Eltern sich trennten. Aber das ist eine andere Geschichte, und die gehört hier nicht hin.

Gefilzte Handyhülle

Bei meinem letzten Theaterwochenende hatte eine Freundin dort eine Handyhülle dabei, die ich super fand. Wenn ich mich richtig erinnere, war sie rot mit orangen Blumen, gestrickt und gefilzt. Ich hatte zwar noch nie eine Handyhülle, aber so eine wollte ich haben. Auch, weil ich mir an meinem gelben Kuschelschal immer noch einen Wolf stricke und ein Projekt wollte, das schnell geht.

Bevor ich euch jetzt zeige, wie man so eine Hülle macht, erstmal ein Bild, wie sie am Ende aussieht:

Auf diese Art wird mein Handy gaaarantiert niemals wieder frieren. (Das zittert nicht, das ist der Vibrationsalarm? Oh. Ok.)

Erstmal braucht ihr Wolle, die beim Waschen verfilzt. Ich habe Lana Grossa Feltro benutzt, die kriegt man ab 2,95 online, das fand ich ok. Ich hab meine einfach von hier. Ein kleines Knäuel reicht total aus. Und falls ihr keine Stricknadeln besitzt, braucht ihr zwei Stück der Größe 8.

Und dann, sobald der Paketbote da war (wobei ihr hoffentlich vollständig angezogen seid – irgendwie, naja, die haben ein doofes Timing), kanns mit dem Stricken losgehen. Für ein niedliches kleines Handy wie meins braucht ihr eine Breite von 16 Maschen, und da reicht es auch vollkommen, wenn ihr konsequent rechte Maschen strickt. (Ich bin eine Anfängerin, also mache ich Anfängertutorials. Was sonst.) Sieht man nach dem Filzen ja eh nicht mehr viel von. Auf jeden Fall solltet ihr das Handy reinwickeln können und es sollte noch Raum sein, weil die Wolle um 30 bis 40% schrumpfen wird.

Stricken, stricken, stricken, bis ihr einen Lappen habt, der um ca. 30% bis 40% länger ist als euer Handy. (Ich war zu ungeduldig, deswegen ist meine etwas zu kurz geworden.)

Und dann wird genäht. Den Lappen zusammenklappen, und dann so nähen, dass eine Handytasche entsteht. Macht es mit der Wolle und ner dicken Stopfnadel odermit Nadel und Faden. Die Tasche auf rechts drehen. So sieht das dann aus:

Ab in die Waschmaschine damit – mit anderen Klamotten, damit es besser verfilzt, aber nur mit welchen, die notfalls ein bisschen Farbe vertragen könnten.

Danach muss die Tasche getrocknet werden. Sie kommt schon relativ trocken aus der Waschmaschine, aber eben nur relativ. Sieht dann so aus:

Und dann kann man sie noch besticken, mit einfachem Stickgarn und einer Sticknadel. Ich hab drei Blumen draufgestickt, einfach frei Schnauze. Deswegen ist das jetzt (von links nach rechts) ein „Stern“ am Stiel, eine Tulpe und ein „Wagenrad“ am Stiel. Ich wollte ein wenig abstrahieren, und das wurde eben draus.

Und dann: Handy rein und sich freuen. Oder sich freuen und Handy rein. Das ist dann künstlerische Freiheit.

Viel Spaß!

Alltagshelden, die siebzehnte

Jeden Dienstag aufs Neue Dinge, die mein Leben schöner machen, einfacher, genussvoller. Alltagshelden, die man sonst gerne mal übersieht. Nach einer Idee von Roboti.

Unsere Wohnungstür, über und über mit Buchcover-Postkarten bedeckt. Damit man auch sofort weiß, was für Menschen da wohnen.

Lichterketten. Meine Version einer Nachttischlampe.

Nils‘ Science-Fiction-Bibliothek. (Er hat noch viele andere Bücher und auch einen Rezensionsblog.) Ich liebe es, in einer Wohnung zu leben, in der noch so viele ungelesene Bücher sind.

Love ever after…

Seit über vier Jahren bin ich mit dem wunderbarsten Menschen zusammen, den ich kenne. Der Mensch mit dem allergrößten Herzen, mit dem mir niemals langweilig wird und der mich immer zum Lachen bringen kann.

Aber kennt ihr das? Dass man die Garantie will, dass es für immer hält? Dass dieser Mensch, den man so, so, so sehr liebt, dass es einem manchmal fast das Herz bricht, der einen so glücklich macht – dass man wissen will, wissen muss, dass das mit ihm immer so sein wird? Höhen und Tiefen, klar. Krisen, mal genervt sein, ja. Aber dass dieser Mensch für immer im eigenen Leben sein wird, der Eine, der Lebenszeuge, der beste Freund, und überhaupt so vieles mehr? Die eine Konstante in einer sich wandelnden Welt, einem sich ständig verändernden Leben? (Gerade auch, wenn im Umkreis Freunde sich trennen, für die man sich genau so eine ewig Liebe gewünscht hätte, oder man das aus der eigenen Familie kennt?)

Umso schöner, dass es Paare gibt, die seit 30, 40, 50 Jahren zusammen sind. Und zwar glücklich. Nicht nur aus Gewohnheit, sondern (auch) aus Zuneigung. Die sich mit allen Runzeln und Besenreißern und nicht mehr vorhandenen Haaren noch schön finden. (Oder wie Roboti das so treffend schreibt, wenn sie ihr „Altersideal“ von sich beschreibt: „Eine runzelige Blondine in verrückter Kleidung, glücklich verheiratet mit einem noch verrückter gewordenen großen Bären, der die Hosen über dem Bauchnabel trägt.“ Hat mich total gerührt, als ich das gelesen habe.)

Lauren Fleishman hat aus diesem Wunsch eine wunderschöne Fotoserie gemacht, „Love Ever After“. Nach dem Tod ihres Großvaters fand sie neben seinem Bett ein Buch, in dem viele Liebesbriefe ihrer Großmutter gesammelt waren. Die beiden waren mehr als 50 Jahre verheiratet. Irgendwie entstand daraus eine wunderschöne Fotoserie, bei der Lauren Fleishman Paare besucht, die seit mehr als 50 Jahren zusammen sind, sie fotografiert und Ausschnitte aus ihrer Geschichte dokumentiert.

Besonders dieses Bild finde ich wunderschön:

Aktuell hat sie ein Projekt bei Kickstarter, mit dem sie Geld sammelt, um aus ihrem Projekt ein Buch machen zu können. Schaut euch dringend den Film an, den sie dort online hat – mir zumindest sind die Tränen gekommen.

Wunderschön.

Die Rechte am gezeigten Bild liegen bei Lauren Fleishman.

7 Sachen, die fünfundzwanzigste

Jeden Sonntag aufs Neue: 7 Sachen, die ich mit meinen zwei Händen gemacht habe, egal, ob das 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert hat. Die Idee dazu stammt von Frau Liebe.

Dieses Wochenende wollte ich eigentlich mit dem Transkribieren für meine Masterarbeit einen entscheidenden Schritt weiterkommen – aber mit einem total dichten Schädel und dauerndem Kopfdruck ist das nicht möglich. Rede ich mir ein. Stattdessen dann eben viel schlafen, einiges für den Blog vorbereiten, lesen, DVDs gucken und mitten in der Nacht Reclam-Gedichtbände (Rainer Maria Rilke und Heinz Erhardt) bestellen. Was man halt so macht, wenn man erkältet ist.

Mit Filzwolle rumprobiert. Was genau da jeweils draus geworden ist, verrate ich ein anderes Mal – jetzt nur so viel: Ich liebe die Farbkombination innerhalb des Knäuels! (Und ich wollte mal ein Strickprojekt schnell fertig kriegen…)

Ein Glas Pfirsichkompott geöffnet, das ich im Sommer eingekocht hatte.

Das Kompott zusammen mit Arroz con Leche gegessen. (Ja, ist Milchreis. Aber besonders toller.)

Mit meinem Schal weitergemacht. Den hatte ich letzten Sonntag dann tatsächlich nochmal aufgeribbelt, weil er einfach doch zu schlimm aussah. Jetzt bewege ich mich im Krebsgang vorwärts, weil ich immer wieder Reihen auftrenne. Fehler kommen natürlich trotzdem rein, aber immerhin habe ich konstant 20 Maschen und keine Löcher.

Das Bett abgezogen. (Weiter bin ich bisher nicht. Aber das wird heute noch…)

Sushireis gewaschen, weil es heute abend verschiedene Makis geben soll. Immer und immer wieder das Wasser gewechselt – und dann direkt neben dem Reis ein Glas zerbrochen. Mich geschnitten und verarztet. Den Reis weggeworfen, ein neues Behältnis genommen, neuen Reis genommen und von vorne angefangen.

Ein Schweineschnitzel in klitzekleine Stücke geschnitten und in Teriyakisauce mariniert. Das wird nachher angebraten und eine Füllung für die Makis.


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