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7 Sachen, die dreißigste

Jeden Sonntag aufs Neue: 7 Sachen, die ich mit meinen zwei Händen gemacht habe, egal, ob das 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert hat. Die Idee dazu stammt von Frau Liebe.

Mir morgens ein Tablett mit Frühstück im Bett gemacht. So fängt der Sonntag großartig an – und es ist auch noch so dermaßen gesund. Hach.

Das linke Buch zu Ende gelesen und das rechte begonnen.

Meiner Maman auf der Schreibmaschine einen Brief getippt. Mann, bin ich froh, dass ich darauf keine Hausarbeiten tippen muss…

Schlabberklamotten angezogen. Andere schlabbern in Jogginghosen rum, ich hab dafür nen „Mittelalter“-Rock, den ich nicht mehr schön, dafür aber umso bequemer finde. Natürlich in Kombination mit Schlabberpulli und dicken Socken.

Die Haare zu einem schnellen Knoten zusammengewurschtelt. Auf dass die Frisur dem Outfit gemäß sei.

An meiner Hausarbeit getippt.

Avocadotoast gegessen. (Eine Avocado mit etwas Chili, Salz, Zitronensaft, 1/2 TL Honig und einem TL Erdnussbutter matschen, fingerdick auf getoastetes Vollkornbrot, dazu Tomaten und rote Trauben. Die Kombi ist ganz groß. Einen Bissen Avocadotoast und gleichzeitig eine Traube essen.)

Wochenrückblick 05/12

|Gesehen| Die Eiserne Lady. An Education. Rhythm is it! (Allesamt großartige Filme.)

|Gemacht| Viele alte Fotos gescannt. Abends viel ausgeruht und gelesen. Eine Schriftart designt.

|Gehört| “Wise Man’s Fear” von Patrick Rothfuss. SWR3. Viel Katie Melua, weil sie sich perfekt als Arbeitsuntermalung eignet.

|Gelesen| “Die Stimmen der Vergangenheit” von Elia Barceló. Einige Kapitel aus „Meditation for Beginners“ von Jack Kornfield. „Die Frau mit dem roten Tuch“ von Jostein Gaarder.

|Getan| An der großen Hausarbeit weitergeschrieben.

|Gegessen| Zigarren-Börek. Apfel-Beeren-Maracuja-Crumble. Karamellisierte Möhren. Datteln im Speckmantel. Großartigen Eintopf bei Monse. Viel Tartex und Basilikumquark. Insgesamt viel weniger Fleisch als sonst, Andrea inspiriert mich erneut.

|Getrunken| Grüntee mit Minze. Mehr Wasser als ein Kamel.

|Gefreut| Über tolle Telefonate mit meinem Papa. Darüber, dass mir ein netter Mensch eine Sütterlinpostkarte vom Uropa entziffert hat. Auf die tollen Unternehmungen der nächsten Zeit (heute Theater („Timon von Athen“) und asiatisch essen, Mittwoch Basketballspiel, nächsten Samstag Hamburg mit Andrea). Über ein Paket mit französischem Essen von meinem Papa.

|Geärgert| Über getarnte Werbekommentare. (Hab ich gar nicht erst freigeschaltet.) Ein bisschen darüber, dass es bei der Uni-Buchhandlung so viele tolle runtergesetzte Bücher gibt und ich nicht alle kaufen kann.

|Gelacht| Über die Fernsehtabus von 1949. Dieses Simpsons-Intro à la Game of Thrones.

|Geplant| Im Blog ein wenig kürzer zu treten. Meditieren zu lernen. Mein weiteres Vorgehen bei meiner Hausarbeit und Masterarbeit.

|Geträumt| Von früheren Jahrzehnten, als es mich noch nicht gab.

|Gekauft| Zwei Bücher, die runtergesetzt waren („Der Professor“ von Amélie Nothomb und „Meine spirituelle Autobiographie“ vom Dalai Lama). Basketballtickets für nächste Woche.

|Gewünscht| Ein Tigerbaby.

|Geklickt| Ganz viel dict.cc, schließlich schreibe ich gerade eine 20- bis 25-seitige englische Hausarbeit. Und ein wenig linguee, das ist für Fachbegriffe prima. Außerdem Fontstruct, weil Typodesign so viel Spaß macht und dieses tolle Spiel, eine Mischung aus Hangman und Filme raten.

(Original Wochenrückblick: bei Fräulein Julia)

Space Guys

Gestern habe ich bei Pinterest einen Link zu FontStruct entdeckt und direkt angefangen, damit zu spielen. (Die Dinge, die man so tut, wenn die Arbeitsinspiration fehlt.) Beim abendlichen DVD-Gucken ist mir dann die Idee einer Retro-Videospiel-Schrift gekommen, und ich hab vom Film gar nicht mehr viel mitgekriegt.

Herausgekommen ist eine lustige Schrift, die ich „Space Guys“ genannt habe – die Kleinbuchstaben sind ganz normale Buchstaben, die Großbuchstaben aber sind kleine Aliens und so.

Wenn ihr sie runterladen wollt, könnt ihr das hier tun. Viel Spaß damit!

Mein Urgroßvater

Jeden Donnerstag wieder ein Gegenstand und die Erinnerungen, die ich damit verbinde. Heute: Ein Foto meines Urgroßvaters.

Beim Wühlen letzte Woche bin ich wieder auf dieses Foto hier gestoßen – dieser Herr ist mein Urgroßvater, der Vater der Oma, von der ich hier immer so viel schreibe. Ist es zu fassen, dass ich nicht mal seinen Namen wusste, bis ich meinen Vater angerufen und gefragt habe? Franz Bienert hieß der Uropa und war ein äußerst spannender Mann.

Es war wunderbar, wie mein Vater ans Erzählen kam über die Abenteuer vom Opa Franz, dem einzigen Opa, den er je hatte.

Ungefähr 1890 ist er geboren, vielleicht auch 1892. Körperlich war er immer ein sehr kleiner Mann, 1,50, vielleicht auch 1,60, dafür aber umso muskulöser. Er war leidenschaftlicher Gewichtheber und Ringer und musste sein Leben lang trainieren, um seine Muskeln nicht zu verlieren – gerade bei sehr muskulösen Menschen ist das wohl ein Problem, wenn sie irgendwann nicht mehr trainieren, dass die Muskeln dann so zusammenfallen, ganz komisch. Tätowiert war er auch.

Im ersten Weltkrieg hat er mitgekämpft, sogar in Verdun. Mein Vater besitzt seinen Militärgürtel. Der ist deshalb so besonders, weil mein Urgroßvater im ersten Weltkrieg eine Kugel abbekam, in den Bauch. Wobei – nicht in den Bauch, sondern in den Gürtel. Mein Vater meint, der Gürtel hätte Franz das Leben gerettet – und damit meiner Oma und meinem Vater und mir überhaupt erst das Leben ermöglicht. Unfassbar.

Irgendwann muss er dann Anna geheiratet haben, und 1921 kam Erika Anna zur Welt, ihr einziges Kind, meine Oma. (Wenn man sich überlegt, dass sie gestern ihren dritten Todestag hatte – das sind Zeiträume…) Für Erika baute er eine Puppenküche, die mein Vater noch hat und die ich demnächst bekommen werde und die Kleene durfte überhaupt sehr behütet aufwachsen. Franz selbst arbeitete in einer Textilfabrik – und während der kommenden Jahre und Jahrzehnte blieb das auch so. Im zweiten Weltkrieg arbeitete er auch noch dort und sie bekamen dort auch Zwangsarbeiter zugeteilt, Kriegsgefangene, die tagsüber kamen und nachts wieder in ein Lager mussten. Franz hat ihnen das Leben gerettet, indem er ihnen immer wieder Stullen zusteckte. Unspektakulär, ja. Aber wirkungsvoll. Nach dem Krieg bekam er dann eine Medaille dafür.

Nach dem Krieg blieb er dann in Apolda, wo er schon so lange lebte, und da Apolda Ostdeutschland war, erlebte er noch bis zu seinem Tod 1967 den Realsozialismus mit. Er muss recht plötzlich gestorben sein, aber ich habe noch eine Postkarte von ihm, die wenige Wochen oder Monate vor seinem Tod geschrieben wurde.

Mein Vater hat seinen Opa zwar nur manchmal gesehen, weil er dafür extra in die DDR einreisen musste, aber er schwärmt vom Opa Franz. Von den tollen Freunden, zu denen er immer mitdurfte, alles Muskelmänner, sehr nette Leute.

Das sind jetzt nicht meine Erinnerungen und ist auch nicht meine Geschichte. Aber es ist eine Geschichte, die irgendwie zu mir führte. Ein Lebensweg, der zwei Kriege und zwei Diktaturen durchlief. Die Geschichte eines Mannes, den ich wahnsinnig gerne kennengelernt hätte.

Drei Jahre genau…

… ist es her, dass meine Oma gestorben ist.

Ich kann nicht anders, als das hier mal zu bemerken und zu sagen: Ich denke täglich an sie. Mit ihrem Tod hat meine Leidenschaft für Vintage erst richtig begonnen und für die Eleganz, die zu ihrer Zeit gehört hat. Sie ist in allem, was ich tue, in vielen meiner Vorlieben und in meinem Kleidungsstil. Manche sind Mamakinder, manche sind Papakinder. Ich bin ein Omakind.

Dieses Bild zeigt uns übrigens bei unserem letzten Mallorca-Urlaub. Da hat sie bestimmt mal wieder einen „netten jungen Herrn“ überredet, von uns ein Bild zu machen. Sie trägt da übrigens gerade ihr absolutes Lieblingskleid, gekauft irgendwo auf der Playa de Palma.

Zum Tod fällt mir noch eine schöne Anekdote von uns beiden ein. Als mein Opa starb, mit dem meine Oma fast 35 Jahre lang verheiratet war, war ich 4 und meine Oma 68. Und wie es üblich zu sein scheint (oder war, keine Ahnung), trug meine Oma Trauer. Ich glaube, ein Jahr ist üblich, aber dazu kam sie nicht, denn ich kleines Etwas motzte lange und ausdauernd mit ihr. Ich fand die schwarzen Kleider schrecklich und wollte meine Oma lieber in bunt. Was dazu geführt hat, dass sie nach einigen Monaten das Schwarz abgelegt hat und wir unseren ersten gemeinsamen Urlaub gemacht haben.

Und heute trage ich ihr zu Ehren mein 50s-Kleid, stecke die Haare hoch und esse Yogurette. Auf dich, Oma!

Alltagshelden, die einundzwanzigste

Jeden Dienstag aufs Neue Dinge, die mein Leben schöner machen, einfacher, genussvoller. Alltagshelden, die man sonst gerne mal übersieht. Nach einer Idee von Roboti.

Grüntee mit Minze. Den bringe ich mir immer aus Frankreich mit, weil ich diese Mischung in Deutschland irgendwie nicht finde. (Zum Glück schickt Papa demnächst Nachschub.)

Ottopapa. Mein Kuschelbär, den ich habe, seit ich ungefähr ein Jahr alt war. Der macht sich auch toll als Zusatzkissen beim Lesen im Bett. Und er hat in den letzten Monaten in nem Theaterstück mitgespielt, in dem ein Bär gebraucht wurde.

Pflaster. Für das Einlaufen von Schuhen und für zu scharfe Messer. Lebensnotwendige Alltagsmegasuperhelden.

Mal langsam…

Es ist Zeit, die Arme in die Luft zu werfen und wild kreischend im Kreis zu rennen.

Oder auch nicht.

Auf jeden Fall nähert sich der Abgabetermin meiner Masterarbeit immer mehr, und das heißt, dass es hier etwas ruhiger werden wird. In den letzten Monaten habe ich es geschafft, ohne Ausnahme täglich zu bloggen und fand das auch toll. Diesen „Zwang“ lasse ich jetzt erstmal und blogge nur noch, wenn ich gerade den Kopf frei hab. Vielleicht mal ne Woche lang täglich und dann ne Woche nicht, wir werden sehen.

Nur, damit ihr euch nicht wundert, wenn’s hier ein bisschen ruhiger wird.

Scheiße, ich werde erwachsen. So prioritätensetzungsmäßig jetzt.

7 Sachen, die neunundzwanzigste

Jeden Sonntag aufs Neue: 7 Sachen, die ich mit meinen zwei Händen gemacht habe, egal, ob das 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert hat. Die Idee dazu stammt von Frau Liebe.

Mal wieder schier daran verzweifelt, den Unterfaden hochzuholen. Und dann plötzlich ging’s doch. (Ich glaube, das ist einfach die Macke dieser Nähmaschine, damit muss ich leben.)

Mit einer Freundin zu Mittag gegessen: Knusprig gebackenes Fladenbrot mit selbst gemachter Kräuterbutter, sehr olivigem Olivenöl und Gurkensalat. So einfach kann richtig lecker gehen. (Und mit einem guten Gespräch schmeckt es dann gleich nochmal so lecker.)

Abgewaschen.

Seifenblasen gemacht. (Und dabei laut „Huiiiii!“ gerufen.)

Aus einem alten Schlafsack und einer Tagesdecke eine Art Meditationskissen improvisiert. Jetzt hab ich ne eigene Ecke dafür – da sollte ich auch mal mit Meditation anfangen, ne?

Eine Stickvorlage skizziert.

Ganz spontan einen Apfel-Beeren-Maracuja-Crumble gemacht, und weil noch Teig übrig war, auch noch Kekse gebacken. Jam Tarts machen mich einfach, einfach glücklich.

Wochenrückblick 04/12

|Gesehen| Einige Folgen Babylon 5. „Der ganz große Traum.“

|Gemacht| Viele Schuhkartons mit schönem Papier beklebt.

|Gehört| „Wise Man’s Fear“ von Patrick Rothfuss. SWR3. Musik von Florence & The Machine. (Eine meiner absoluten Lieblingskünstlerinnen.)

|Gelesen| „Die Barhockerin“ von Kate Christensen. (Liest sich ganz ok.) „Die Stimmen der Vergangenheit“ von Elia Barceló. (Kann ich kaum aus der Hand legen.)

|Getan| Endlich, endlich die kleine Hausarbeit. Mit der großen begonnen (wobei ich die nur noch schreiben muss). Briefe sortiert. Viele schöne Erinnerungen wiedergefunden. Einen Nachmittag lang vorgekocht.

|Gegessen| Asiatische Reiscracker. Kuhfleckenschokolade. Dieses Pull-Apart-Brot, das aussieht wie ein explodierter Igel. Die allerbesten Nudeltaschen meines ganzen Lebens. Schokopudding. Die ersten Erdbeeren des Jahres.

|Getrunken| Africola. Viel, viel Wasser. Vilsa Balance. Beerensaft.

|Gefreut| Über den Jokertag. Darüber, dass der meteorologische Frühling begonnen hat. Über wärmere Temperaturen. Über viele Briefe, die ich wiedergelesen habe.

|Geärgert| Über mich selbst. Wie so oft. Und über Blasen an den Füßen.

|Gelacht| Über Zathras. („Zathras talk to dirt.“)

|Geplant| Dass ich Brave sehen will, sobald er in die Kinos kommt.

|Geträumt| Von Sommerurlaub und Zukunftsplänen.

|Gekauft| Viel Papier. Kleber, der nach Marzipan duftet. Noch mehr Papier. Frühlingsschuhe. Die besten Datteln überhaupt für nen Spottpreis.

|Gewünscht| Wachstuch für viele, viele Tetraedertäschchen. Ein Prägegerät. Stoff für Röcke. Mehr Zeit für die Masterarbeit. Dass meine Oma noch lebt (ich vermisse sie aktuell ganz schrecklich).

|Geklickt| 50 Arten, jemandem zu sagen, dass er großartig ist.

(Original Wochenrückblick: bei Fräulein Julia)

Liebe Kinogötter…

… also, wenn ihr es hinkriegen würdet, diesen Film, wenn er in die Kinos kommt, bitte bitte bitte auch mal im Original (und am besten in 2D) zu zeigen, also, ich wäre euch sehr verbunden. Ich will „Brave“ uuunbedingt sehen. Hach.

Ich meine, ganz ehrlich – der Film lebt vom schottischen Akzent!


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